Kein Ende im Geiseldrama auf den Philippinen: Entführer drohen mit Enthauptung von IKRK-Mitarbeitern
zuletzt aktualisiert: 05.04.2009 - 12:44Manila (RPO). Die Philippinen erwägen zur Rettung der beiden entführten IKRK-Mitarbeiter einen teilweisen Rückzug ihrer Truppen auf der Insel Jolo. Die Abu-Sayyaf-Rebellen hatten zuvor erneut mit der Enthauptung des Schweizers Andreas Notter und des Italieners Eugenio Vagni gedroht. Eine dritte einheimische Geisel hatten sie am Donnerstag unversehrt freigelassen.
Noch am Donnerstag hatten die Abu Sayyaf die philippinische Geisel Mary Jean L. freigelassen. Über das Schicksal der beiden weiteren Geiseln Notter und Vagni ist seitdem nichts bekannt. Die drei Mitarbeiter des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) waren Mitte Januar verschleppt worden.
Der Leiter des Philippinischen Roten Kreuzes, Richard Gordon, erklärte am Samstag, der Anführer der Abu Sayyaf habe mit der Enthauptung der beiden Europäer gedroht, sollten die Regierungstruppen nicht abziehen. Er befürchtete, dass die Rebellen den Geburtstag von Präsidentin Gloria Macapagal Arroyo am Sonntag als Anlass nehmen könnten, die Geiseln zu enthaupten, sagte Gordon.
Nach Angaben des Gouverneurs der Insel Jolo, Sakur Tan, kommt ein teilweiser Rückzug der Truppen infrage. Dies gelte vor allem dann, wenn die Rebellen eine weitere Geisel freilassen würden, um neue Verhandlungen zu ermöglichen. Einen Teilabzug hielt auch Verteidigungsminister Gilbert Teodoro für möglich.
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