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Möglicher Interessenskonflikt
Ermittlungen gegen Trumps Ex-Berater Icahn

Ermittlungen gegen Carl Icahn: Berater von Donald Trump im Visier der US-Staatsanwaltschaft
Carl Icahn (Archivbild von 2007). FOTO: ap, Mark Lennihan
New York. Die US-Justiz ermittelt gegen Donald Trumps ehemaligen Berater Carl Icahn: Manhattens Bundesstaatsanwalt untersucht, ob der Geschäftsmann seine Position zu seinem Vorteil ausgenutzt hat.

Es geht um Carl Icahns Empfehlungen zu Vorgaben zur Zusammensetzung von Treibstoffen während seiner Zeit als Präsidentenberater, wie am Mittwoch (Ortszeit) aus einer Mitteilung seines Unternehmens Icahn Enterprises an die US-Börsenaufsicht SEC hervorging. Demnach verlangt der Bundesstaatsanwalt von Manhattan, Joon Kim, Informationen über die Treibstoff-Regulierung und Icahns Einfluss darauf als Berater des US-Präsidenten.

Trump hatte seinen langjährigen Unterstützer Icahn zum Sonderberater für die Deregulierung gemacht. Mitte August gab Icahn überraschend seinen Rücktritt bekannt. Er begründete dies damals damit, dass der US-Senat mit Neomi Rao inzwischen eine offizielle Regulierungsbeauftragte eingesetzt habe.

Icahns Berufung war von einigen US-Demokraten heftig kritisiert worden, weil sie die Gefahr eines Interessenkonflikts des Investors bei seiner Beratertätigkeit sahen. Für Unmut sorgte insbesondere Icahns Empfehlung vom Februar, die Vorgaben für den Anteil des Bio-Kraftstoffs Ethanol in Treibstoffen zu lockern. Kritiker warfen Icahn vor, dieser Vorschlag nutze insbesondere seinem Raffinerie-Konzern CVR Energy.

Icahn Enterprises sagte der Justiz eine Zusammenarbeit zu und hob hervor, dass der Staatsanwalt keine Beschwerde oder Anklage gegen Icahn eingereicht habe. "Wir glauben nicht, dass diese Untersuchung eine materielle Auswirkung auf unsere Aktivitäten, unsere finanzielle Lage, unsere Geschäftsergebnisse oder unseren Finanzfluss haben wird", hieß es in der Unternehmenserklärung weiter.

(wer/AFP)
 
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