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Nordirland: Erneut schwere Randale in Belfast

zuletzt aktualisiert: 13.09.2005 - 07:11

Belfast (rpo). In der dritten Nacht in Folge ist es in Nordirland zu heftigen Straßenschlachten zwischen radikalen Protestanten und der Polizei gekommen. Die Ausschreitungen seien jedoch nicht mehr so schwer gewesen wie in den Nächten zuvor, teilte die Polizei in Belfast mit.

Zahlreiche Autos seien im Norden, im Osten und im Zentrum von Belfast in Brand gesetzt worden. Die Demonstranten warfen Molotow-Cocktails, Feuerwerkskörper und andere Objekte auf die Polizisten. Verletzt wurde ersten Berichten zufolge niemand. In den vergangenen beiden Nächten waren noch zahlreiche Menschen verletzt worden.

Begonnen hatten die Zusammenstöße in der Nacht zum Samstag am Rande der alljährlichen Whiterock-Parade des Oranierordens. Der Orden hatte vor dem Marsch zu Protesten gegen das Verbot des zuständigen Ausschusses aufgerufen, den Zug durch ein Katholiken-Viertel zu führen. In der Vergangenheit gab es bei den traditionellen Märschen des Oranierordens durch katholische Stadtteile immer wieder Auseinandersetzungen mit den Anwohnern.

Mit den Umzügen gedenkt der Oranierorden des Sieges Wilhelms III. von Oranien über den zum Katholizismus übergetretenen und 1688 vertriebenen Jakob II. am 12. Juli 1690 in der Schlacht am Fluss Boyne. Der 1795 gegründete Oranierorden ist die wichtigste protestantische Bruderschaft in Nordirland und verfügt eigenen Angaben zufolge über 80.000 Mitglieder.

Quelle: afp

 
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