Iran isoliert sich weiter: Erneute Holocaust-Leugnung Ahmadinedschads
zuletzt aktualisiert: 18.09.2009 - 20:49Washington (RPO). Das Weiße Haus hat Äußerungen von Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad verurteilt, der den Holocaust als vom Westen in die Welt gesetzten "Mythos" bezeichnet hatte.
US-Präsident Obama habe jede Leugnung der nationalsozialistischen Morde an Millionen Juden schon bei seiner Rede in Kairo als "bar jeder Grundlage, ignorant und boshaft" bezeichnet, sagte ein Sprecher am Freitag. "Die Verbreitung dieser böswilligen Lügen dient nur der Isolation des Irans vom Rest der Welt", fügte er hinzu.
"Schande für den Iran"
Zuvor hatte bereits Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) die erneute Leugnung des Holocaust durch den iranischen Präsidenten als "inakzeptabel" zurückgewiesen. Mit seinen unerträglichen Tiraden sei Ahmadinedschad "eine Schande für sein Land", erklärte der Minister. "Dieser blanke Antisemitismus verlangt unsere gemeinsame Verurteilung. Wir werden ihm auch in Zukunft entschieden entgegentreten."
Der britische Außenminister David Miliband nannte Ahmadinedschads Worte "abstoßend". Sie zeugten von Unkenntnis und seien einem iranischen Präsidenten nicht angemessen. Es sei wichtig, dass sich die Weltgemeinschaft gegen solche Schmähungen zur Wehr setze. Die Äußerungen des iranischen Präsidenten waren am Freitag in einer Rede an der Universität von Teheran anlässlich eines Solidaritätstags für die Palästinenser gefallen. Mit ähnlichen Behauptungen hatte Ahmadinedschad bereits wiederholt für Empörung gesorgt.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum