Regulierungswahn in Brüssel: EU plant Pflicht für sparsame Wasserhähne
zuletzt aktualisiert: 26.04.2011 - 20:33Berlin (RPO). Auf Grundeigentümer und Mieter kommen in den nächsten Jahren möglicherweise neue milliardenschwere Belastungen zu. Die EU-Kommission will einem Medienbericht zufolge mit einer neuen Richtlinie zur Gebäudeeffizienz den Wasserverbrauch in den Mitgliedsstaaten um bis zu 30 Prozent senken.
Hausbesitzer und Vermieter sollen nach Information der Tageszeitung "Die Welt" verpflichtet werden, Duschköpfe, Toilettenkästen und Wasserhähne zu ersetzen, um den Wasserdurchfluss zu verringern. Je Wohnung müssen dabei etwa 400 Euro investiert werden. Bei den 25 Millionen Eigenheimen und Wohnungen in Deutschland summieren sich die Kosten somit auf mehr als zehn Milliarden Euro, berichtet die Zeitung.
Mit der geplanten Regelung wolle der slowenische EU-Umweltkommissar Janez Potocnik vor allem die Wasserknappheit in Südeuropa bekämpfen. Werden die Pläne der EU-Kommission vom europäischen Parlament verabschiedet, müsste der Wasserverbrauch in Deutschland in den kommenden Jahren um weitere 30 Prozent auf 85,4 Liter pro Kopf und Tag reduziert werden.
Für Deutschland als eines der regenreichsten Länder macht diese Regelung laut Expertenmeinung wenig Sinn. Schon jetzt verbrauchen die Deutschen weniger Wasser, als durch Regen vorhanden ist. Zudem würde ein weiteres Zurückfahren der Wassermengen innerhalb der bestehenden Kanalisationen zu steigenden Wasserpreisen führen. Die Instandhaltungskosten der Wasserwerke würden deutlich steigen.
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