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G20 ein potenzielles Ziel
Europol-Chef sieht wachsende Terrorgefahr in Europa

Europol-Chef sieht wachsende Terrorgefahr in Europa - auch G20 gefärhdet
Belgische Polizisten bei einem Anti-Terroreinsatz in Brüssel. FOTO: ap
Brüssel. Nach Einschätzung des Chefs von Europol wächst die Gefahr von Terroranschlägen in Europa weiter an.

"Die Terrorgefahr in Europa ist die höchste, die wir seit einer Generation hatten, die höchste der vergangenen 20 Jahre. Und sie steigt auch noch, darauf haben wir Hinweise", sagte Europol-Chef Rob Wainwright der "Neuen Osnabrücker Zeitung".

Nach Einschätzung Wainwrights ist das Treffen der G20-Staats- und Regierungschefs Anfang Juli in Hamburg "natürlich ein potenzielles Ziel für Terroristen wie jedes andere wichtige öffentliche Event". Die deutschen Behörden wüssten das und seien vorbereitet: "Ich bin mir sicher, sie tun alles, um das zu verhindern", sagte der Europol-Direktor.

Wainwright forderte mit Blick auf die Anschläge in Brüssel, Paris und London schnelle Anti-Terrorkräfte in jedem europäischen Land. In London habe die Polizei Anfang Juni innerhalb von acht Minuten nach dem ersten Anruf den Attentäter getötet. "Das ist der Standard, den wir überall haben sollten."

Fahnder müssten zudem mehr Möglichkeiten bekommen, die Online-Kommunikation von Terrorverdächtigen wie Messenger-Nachrichten zu überwachen: "Weil Kommunikationskanäle ins Internet abgewandert sind, hat die Polizei einen großen Teil ihrer Möglichkeiten, Terroristen zu überwachen, verloren. Das muss sich ändern", sagte der Chef der Behörde in Den Haag.

(csr/dpa)
 
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