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Kayleigh McEnany
Ex-CNN-Moderatorin vermeldet jetzt Trumps "Real News"

Ex-CNN-Moderatorin vermeldet jetzt Trumps "Real News"
Die ehemalige CNN-Moderatorin Kayleigh McEnany hat Trumps Ansichten stets verteidigt. FOTO: afp
Washington. Aus seiner Abneigung gegenüber CNN hat US-Präsident Donald Trump keinen Hehl gemacht. Er bezeichnete den US-Fernsehsender als "Fake News", attackierte ihn mehrmals in seinen Twitter-Nachrichten. Nun soll ausgerechnet die ehemalige CNN-Moderatorin Kayleigh McEnany neue Sprecherin der Republikaner werden. 

Die 29-Jährige werde dazu beitragen, "die republikanische Botschaft" zu verbreiten und US-Präsident Donald Trump zu unterstützen, teilte die Partei am Montag mit. McEnany, die im Fernsehen immer wieder Partei ergriff für Trump, hatte am Wochenende ihren Abschied vom TV-Sender CNN bekanntgegeben.

Kurz darauf war sie in einem Video auf der Facebook-Seite des Präsidenten zu sehen, in dem sie dessen Verdienste anpries. Der 90-sekündige Beitrag wurde im Trump-Tower aufgenommen und als "Real News" (echte Nachrichten) betitelt.

Kritiker vergleichen Sendung mit nordkoreanischem Staatsfernsehen 

Wie bei der Premierenausgabe der "Real News" mit Trumps Schwiegertochter Lara eine Woche zuvor, sprach McEnany über die geringe Arbeitslosigkeit und den Höhenflug des Dow Jones. Echte Neuigkeiten wurden nicht angesprochen. Eine kritische Auseinandersetzung – etwa mit Trumps umstrittener Einwanderungspolitik – gab es nicht. Schon zum Start der Sendung verglichen Kritiker das Format mit dem nordkoreanischen Staatsfernsehen.

McEnany sagte zu ihrem neuen Posten, sie freue sich darauf, in einer "so wichtigen und historischen Zeit" für die Republikaner zu arbeiten.

Drei Viertel der Amerikaner misstrauen Trumps Worten 

Indes veröffentlichte CNN in der Nacht zu Dienstag eine Umfrage, aus der hervorgeht, dass viele Amerikaner am Wahrheitsgehalt von Trumps Verlautbarungen zweifeln. Demnach sollen Drei Viertel von ihnen den meisten Mitteilungen des Weißen Hauses misstrauen. Fast jeder dritte (30 Prozent) glaubt "überhaupt nichts" von dem, was aus Trumps Regierungssitz verlautet. Selbst unter Republikanern begegnet nur jeder zweite den Darstellungen des Weißen Hauses überwiegend mit Vertrauen.

Auch die sonstigen Umfragewerte des Präsidenten fallen teils desaströs aus. Sechs von zehn Amerikanern halten Trump für unaufrichtig und nicht vertrauenswürdig. Knapp sieben Monate nach seiner Vereidigung zeigen sich zudem nur noch 38 Prozent der Befragten mit seiner Amtsführung zufrieden – ein neuer Tiefpunkt. 62 Prozent gaben an, Trumps Worte und Taten seit dem Einzug ins Weiße Haus hätten ihren Glauben schwinden lassen, dass er für das höchste Staatsamt geeignet ist.

 

(beaw/AFP/ap/dpa)
 
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