Wenig Freude über Chinas Angebot zum Dialog: Exiltibeter bleiben skeptisch
zuletzt aktualisiert: 26.04.2008 - 09:09Peking (RPO). Die Bereitschaft der chinesischen Regierung zu einem Treffen mit einem Vertreter des Dalai Lama ist bei der tibetischen Exilregierung in Nordindien auf nur verhaltene Reaktionen getroffen. "Die gegenwärtigen Umstände in Tibet erscheinen nicht als angemessene Plattform für einen bedeutsamen Dialog," sagte der Leiter der Exilregierung in der Stadt Dharamsala, Samdhong Rinpoche.
Der Dalai Lama sie jedoch immer zu Gesprächen bereit. Die Ankündigung der chinesischen Regierung vom Freitag enthielt keine Details für die Aufnahme von Gesprächen. Die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua erklärte, das zuständige Ministerium werde in den kommenden Tagen Kontakt mit einem privaten Vertreter des Dalai Lama aufnehmen.
Das geistliche Oberhaupt der tibetischen Buddhisten hat wiederholt erklärt, dass er eine weitreichende Autonomie für Tibet anstrebe, aber keine Unabhängigkeit von Peking. Bei gewaltsamen Unruhen in der tibetischen Hauptstadt Lhasa kamen Mitte März nach amtlichen Angaben mindestens 22 Menschen ums Leben. Die tibetische Exilregierung sprach von insgesamt 140 Todesopfern, darunter 19 in der Provinz Gansu.
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