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Explosion in Manhattan
New Yorks Bürgermeister spricht von versuchter Terror-Attacke

Explosion in New York: Großeinsatz der Polizei in Manhattan
New York. Im New Yorker Stadtteil Manhattan hat es eine Explosion gegeben. In einer U-Bahnstation sei ein Objekt detoniert, teilte ein Polizeibeamter mit. Eine Person sei in Gewahrsam genommen worden.

Die Detonation ereignete sich mitten im Berufsverkehr am Montagmorgen (Ortszeit) am Busbahnhof Port Authority. Das sagte ein Polizeisprecher der "Washington Post". Die stark frequentierte Busstation ist in der Nähe des berühmten Times Square. Die Ursache der Explosion sei noch unklar, teilte die Polizei mit. Die Nachrichtenagentur AP berichtete, es habe sich um eine Rohrbombe gehandelt. Sie berief sich auf Angaben der Feuerwehr.

Explosion in Manhattan FOTO: dpa, bsc

Die Ermittler bestätigten Medienberichte, wonach ein Mann in Gewahrsam genommen worden sei. Nach Angaben der Feuerwehr wurden insgesamt vier Personen verletzt, unter anderem der Verdächtige. Er soll den Sprengsatz am Körper getragen haben. Die Verletzungen wurden als nicht lebensbedrohlich beschrieben. 

Polizei, Feuerwehr und Krankenwagen sind mit einem Großaufgebot vor Ort. Einige U-Bahnlinien wurden evakuiert, wie der Betreiber auf Twitter schrieb. Das Gebiet wurde abgesperrt. US-Präsident Donald Trump sei über die Explosion in New York unterrichtet worden, teilte seine Sprecherin Sarah Sanders auf Twitter mit. Der New Yorker Bürgermeister Bill de Blasio sprach von einer versuchten terroristischen Attacke.

Ein Augenzeuge berichtete der "New York Times", dass er gegen 7.30 Uhr (Ortszeit) eine Explosion gehört habe. "Es hörte sich an wie eine Explosion, und alle fingen an zu rennen", zitiert das Blatt den 62-jährigen Andre Rodriguez. Er habe zuvor das Drehkreuz der U-Bahn passiert.

Eine andere Augenzeugin sagte der Zeitung: "Eine Frau stürzte - und niemand half ihr, weil alles so durcheinander war", berichtete Alicja Wlodkowski. Die 51-Jährige habe sich in einem Restaurant in der Busstation aufgehalten, als sie plötzlich eine Menschenmenge rennen sah. "Dann hat sich alles beruhigt. Ich stand nur da und hatte Angst."

Erst im Oktober war in New York ein Anschlag verübt worden, bei dem acht Menschen getötet wurden. Dabei war ein Mann mit einem Kleintransporter auf einen Radweg gefahren. Der festgenommene Täter gab sich als überzeugter Gefolgsmann der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) zu erkennen. Es handelte sich um den schwersten Anschlag in New York seit dem 11. September 2001.

Dieser Artikel wird fortlaufend aktualisiert.

(mro/vek/laha/wer/AP/dpa/REU)
 
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