46 Festnahmen in Mumbai, 180 in Neu Delhi: Fackellauf in Neu Delhi erfolgreich beendet
zuletzt aktualisiert: 17.04.2008 - 14:36Neu Delhi (RPO). Die olympische Fackel hat ihren Aufenthalt in Neu-Delhi beendet. Die als kritisch geltende Etappe in der indischen Hauptstadt verlief anders als befürchtet ohne größere Zwischenfälle - dafür sorgten 16.000 Sicherheitskräfte. Dennoch wurden nach Angaben von Polizei und Aktivisten rund 180 Exil-Tibeter verhaftet.
Das Olympische Feuer passierte auf seinem Weg zu den Sommerspielen von Peking die Prachtstraße Raj Path und führte zum "Tor nach Indien" im Zentrum der Metropole. Um 14 Uhr (MEZ) war alles vorbei.
Neu Delhi galt als besonders kritische Station, weil der Dalai Lama seit 1959 in Indien Exil genießt und über 100.000 geflohener Landsleute hier leben. Bis zuletzt fürchtete die Polizei, dass es zu Selbstverbrennungen tibetischer Mönche vor laufenden Kameras und damit vor den Augen der Welt kommen könnte. Der Dalai Lama hatte seine Anhänger bis zuletzt dazu aufgerufen, nur friedlich zu demonstrieren.
Schon am Vorabend des Fackellaufs sollen laut Medienberichten mehrere Dutzend militanter Aktivisten in Neu Delhi verhaftet worden sein.
Am Donnerstag Vormittag hatten rund 2000 Demonstranten einen alternativen Fackellauf durchgeführt, der am Mausoleum Mahatma Gandhis begann. Sie kamen aber nicht in die Nähe der offiziellen Route, die weiträumig durch Polizeikontrolleure abgesichert war. Zuschauer mussten mehrere Sperren passieren.
Mindestens 46 Tibeter wurden am gleichen Tag in Indiens größter Stadt Mumbai, dem früheren Bombay, vorläufig festgenommen, nachdem sie versucht hatten, das dortige chinesische Konsulat zu stürmen.
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