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Wir haben für Sie die wichtigsten Fakten zum Konflikt zwischen China und Tibet zusammengestellt.
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Es ist einer der ältesten politischen Konflikte der Welt: Seit die chinesische Volksarmee 1950 Tibet besetzte, begehrten die Tibeter immer wieder gegen die Fremdherrschaft aus Peking auf.
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Die chinesische Propaganda bezeichnete die Invasion 1950 als „Befreiung des tibetischen Volks vom Feudalismus“. Doch schon 1959 kam es zu einem Aufstand gegen die Besatzer, der blutig niedergeschlagen wurde.
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Der religiöse Führer der Tibeter, der Dalai Lama, und 80000 Landsleute flohen nach Indien. Peking reagierte mit einer Politik der verbrannten Erde.
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Bis 1966 wurden mindestens 6000 Klöster und Tempel zerstört. Bauern und Nomaden wurden zum Leben in Volkskommunen gezwungen, Tausende Tibeter starben in Arbeitslagern und durch Hungersnöte.
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In den 80er Jahren kam es zwar unter dem Architekten des chinesischen Wirtschaftswunders, Deng Xiao Ping, zu einer Entspannung.
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Doch zugleich setzte eine rücksichtslosen Ausbeutung der Bodenschätze in der ökologisch sensiblen Hochlandregion ein. Durch die systematische Ansiedlung von Millionen Chinesen wurden die Tibeter zur Minderheit in ihrer Heimat.
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Die brutale Reaktion der Pekinger Zentralregierung auf die Autonomieforderungen der Tibeter erklärt sich auch aus der Angst vor einem möglichen Ansteckungseffekt auf andere Minderheiten und ein Auseinanderbrechen des Riesenreichs. Ethnisch-religiöse Konflikte sollen in Keim erstickt werden, bevor sie einen Flächenbrand auslösen.
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So ist es besonders in der von muslimischen Uiguren bewohnten autonomen Provinz Ostturkestan seit 1990 immer wieder zu blutigen Unruhen gekommen.
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Aber auch Kasachen, Kirgisen und Tadschiken leben unter chinesischer Herrschaft. In der Region, in der sich Chinas Atomanlagen und Raketenabschussbasen befinden, erstarken panislamische Strömungen.
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Genauso lange wie der Konflit zwischen China und Tibet laviert auch die internationale Staatengemeinschaft hin und her. Einerseits gibt es Sympathien für das Autonomie-Streben des kleinen Volks im Himalaya-Gebirge. Andererseits will es sich wegen knallharter geopolitischer und wirtschaftlicher Interessen niemand mit der kommunistischen Führung in Peking verscherzen.
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Zuletzt betonte der Dalai Lama noch, Tibet wolle überhaupt keine Abspaltung von China, sondern nur mehr Autonomie, um die eigene Identität besser wahren zu könnne. Doch auch dieses Ziel scheint mehr denn je in weiter Ferne zu sein.