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Washington will sich nicht einschüchtern lassen: Falludscha-Gräuel: Vergeltung für Tötung Jassins?

zuletzt aktualisiert: 02.04.2004 - 09:21

Falludscha/Washington (rpo). Nach der Ermordung und Verstümmelung von vier US-Aufbauhelfern in Falludscha hat sich eine bislang unbekannte Gruppe zu den Gräueln bekannt. Die Tat soll eine Vergeltung für die gezielte Tötung des Hamas-Gründers Scheich Ahmed Jassin durch die israelische Armee gewesen sein.

So heißt es in einer in Falludscha veröffentlichten Erklärung der "Brigaden des Märtyrers Ahmed Jassin". Die Ermordung der Männer sei ein "Geschenk der Menschen von Falludscha an das palästinensische Volk". Familien von US-Soldaten und US-Firmenmitgliedern sollten nicht nach Irak kommen. Bei den Getöteten handele es sich um Angehörige der Geheimdienste der USA und Israels, CIA und Mossad.

Ein Sprecher des Weißen Hauses sagte, US-Präsident George W. Bush werde sich auch nach dem Anschauen der grausamen Bilder von der Verstümmelung mehrerer Leichen nicht "einschüchtern" lassen. "Wir werden unseren Plan verfolgen und unsere Arbeit zu Ende bringen", sagte Bush-Sprecher Scott McClellan in Washington. Die Taten seien "barbarisch und verachtenswert".

Der US-Arbeitgeber der vier Zivilisten zeigte sich schockiert: Die drastischen Bilder von der "unprovozierten Attacke" und der anschließenden "abscheulichen Misshandlung unserer Freunde" verdeutliche die "außergewöhnlichen Umstände, unter denen wir freiwillig arbeiten, um den Irakern Frieden und Demokratie zu bringen", teilte die private Sicherheitsfirma Blackwater Security Consulting auf ihrer Website mit.

Nach Angaben der US-Armee wurden bei einem Anschlag auf einen US-Militärkonvoi in der Provinz El Anbar nahe Falludscha am Donnerstag drei US-Soldaten verletzt. Ihr gepanzertes Fahrzeug sei von der Druckwelle einer Explosion getroffen worden, nachdem beim Vorbeifahren ein Sprengsatz gezündet worden sei, sagte General Mark Kimmit in Bagdad.


 
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