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Krawalle in Charlottesville
Altes Aufklärungsvideo gegen Rassismus wird viraler Hit

Düsseldorf. Ein Lehrfilm gegen Rassismus und Diskriminierung von Minderheiten wird derzeit tausendfach bei Facebook geteilt. Der Film entstand schon 1943, seine Botschaft ist aber seit den Ausschreitungen in Charlottesville aktueller denn je. 

"Don't be a sucker", "Sei kein Trottel"  - das ist der Titel des amerikanischen Kurzfilms gegen Rassismus und Diskriminierung von Minderheiten. Der Film stammt aus dem Jahr 1943, der Zeit des Zweiten Weltkriegs, als die USA gegen das nationalsozialistische Deutschland kämpften. 

Ein Ausschnitt aus dem Film wird derzeit tausendfach im Netz geteilt. Nach den Aufmärschen von Rassisten in Charlottesville scheint die Botschaft aktueller denn je. Auch mehrere deutsche Online-Medien berichten darüber.

"Don't be a Sucker!" - "Sei kein Trottel!", heißt ein Lehrfilm, den die US-Regierung 1943 produzierte. Aktuell wird er tausendfach im Netz geteilt, um heute wie damals vor faschistischer Propaganda zu warnen.

Posted by tagesschau on Montag, 14. August 2017

16.000 Mal geteilt

Die Tagesschau postete den Filmausschnitt auf Facebook. Innerhalb von 19 Stunden wurde der Beitrag mehr als 16.000 Mal geteilt und rief tausende Reaktionen hervor. 

Donald Trump distanziert sich von Rassisten und Nazis

In dem Filmausschnitt unterhalten sich zwei Männer am Rande einer hasserfüllten Rede eines Rechtsradikalen, der gegen Farbige, Ausländer und die katholische Kirche wettert. Einer der Männer sagt, er habe solche Parolen schon einmal gehört, habe es aber nicht für möglich gehalten, sie in den USA zu hören. Der andere ist fast schon überzeugt. 

Heftige Reaktionen nach der Gewalt in Charlottesville

"Wir werden dieses Land nie wieder unser Eigen nennen können, bis es ein Land ohne ist. Ohne Schwarze, Ausländer, Katholiken und ohne Freimaurer", ruft der Redner. Der Mann, der zunächst mit dem Redner sympathisiert hatte, ist selbst Freimaurer und danach betroffen. "Das macht den Unterschied, oder?", fragt ihn der andere. 

"Menschen sind nicht mit Vorurteilen geboren. Sie werden von jemanden gemacht, der ein Ziel verfolgt", sagt da der andere, der vor den Nazis aus Deutschland geflohen ist. 

Hier sehen Sie das Video in voller Länge.

(heif)
 
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