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Flüchtlingskrise
Finnische Regierung verurteilt fremdenfeindliche Proteste

Finnische Regierung verurteilt fremdenfeindliche Proteste
FOTO: afp, EJ
Helsiki. Die finnische Öffentlichkeit empört sich aktuell über Medienberichte, die zeigen, wie ein Bus mit Flüchtlingen von einer fremdenfeindlichen Gruppe empfangen wurde. Einer der Protestierenden trug sogar eine Kutte, die der des Ku Klux Klan nachempfungen ist.

Die finnische Regierung hat sich entschieden von fremdenfeindlichen Protesten gegen Flüchtlinge distanziert. Sie verurteile "rassistische Proteste gegen Asylsuchende", teilte die Drei-Parteien-Koalition am Freitag in einer gemeinsamen Erklärung mit. Finnland sei ein "offenes und tolerantes Land" in dem die Bevölkerung eine positive Einstellung zu Einwanderern habe.

Fremdenfeindliche Demonstranten hatten einem finnischen Rundfunkbericht zufolge 40 Flüchtlingen mit Feuerwerkskörpern und Lärm einen unfreundlichen Empfang bereitet. Mindestens einer der Demonstranten habe einen spitzen Hut und eine weiße Robe nach Art des rassistischen Ku Klux Klans angehabt. Der Bus mit den Neuankömmlingen wurde von Polizisten zu einem Flüchtlingszentrum nördlich von Helsinki begleitet.

In der im Norden des Landes liegenden Grenzstadt Tornio hatten vor knapp einer Woche 500 Demonstranten eine menschliche Mauer gebildet, um gegen die Ankunft von Flüchtlingen aus Schweden zu demonstrieren. In Finnland werden in diesem Jahr bis zu 30 000 Asylsuchende erwartet. Vergangenes Jahr waren es 3651.

(ap)
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