70 weitere tote Rebellen in Sri Lanka: Flucht der Zivilisten aus Kampfgebiet gelungen
zuletzt aktualisiert: 17.05.2009 - 08:45Colombo (RPO). Im Kriegsgebiet im Norden Sri Lankas sind nach Angaben der Regierungstruppen alle bislang dort mit den tamilischen Rebellen eingeschlossenen Zivilisten aus der Kampfzone geflohen.
In den vergangenen drei Tagen sei allen schätzungsweise rund 50.000 Menschen die Flucht gelungen, erklärte am Sonntag Militärsprecher Udaya Nanayakkara. Tags zuvor hatte Präsident Mahinda Rajapaksa den Sieg über die tamilischen Rebellen nach 25 Jahren Bürgerkrieg verkündet. Die Aufständischen seien militärisch besiegt, erklärte der Präsident am Rande einer internationalen Tagung in Jordanien.
Die Anführer der Rebellen sind aber noch weiter auf der Flucht. Bei anhaltenden Kämpfen wurden nach Militärangaben 70 Rebellen getötet, die aus dem Kampfgebiet fliehen wollten. Die LTTE-Kämpfer hätten versucht, mit sechs Booten über eine Lagune zu entkommen, sagte Armeesprecher Udaya Nanayakkara.
Ein ranghoher Mitarbeiter von UN-Generalsekretär Ban Ki Moon, Vijay Nambiar, traf derweil zu Beratungen über das Schicksal der zivilen Flüchtlinge in Sri Lanka ein. Die UNO hat die Kämpfe in dem Tamilengebiet als "Blutbad" bezeichnet, das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) beschrieb die Lage als "unvorstellbare humanitäre Katastrophe".
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