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Österreich
FPÖ ficht Ergebnis der Präsidentenwahl an

FPÖ reicht Wahlanfechtung in Österreich ein
FOTO: dpa, cb fw lb
Wien. Die rechtspopulistische FPÖ hat eine 150-seitige Anfechtung der Wahl zum österreichischen Bundespräsidenten eingereicht. Ihr Kandidat Norbert Hofer unterlag bei der Stichwahl knapp dem unabhängigen Kandidaten Alexander Van der Bellen.

Der Protest der FPÖ betrifft Ungereimtheiten bei der Auszählung. Das Schreiben ging am Mittwoch beim Verfassungsgerichtshof in Wien ein. Das bestätigte ein Sprecher des Gerichtes.

Der FPÖ-Kandidat Norbert Hofer war bei der Stichwahl am 22. Mai nur knapp seinem Kontrahenten Alexander Van der Bellen unterlegen, der von den Grünen unterstützt worden war. Nach dem amtlichen Endergebnis hatte Van der Bellen einen Vorsprung von 30 863 Stimmen.

Die rechtspopulistische FPÖ kritisiert vor allem den Umgang mit der Briefwahl. Das Innenministerium hatte in mehreren Fällen festgestellt, dass Wahlbezirke die Auszählung der letztlich entscheidenden Briefwahlstimmen bereits am Wahlabend begonnen hatten. Gesetzlich erlaubt ist diese Auszählung erst am Folgetag.

Ein Urteil des Gerichts, das noch vor der Vereidigung des Bundespräsidenten am 8. Juli vorliegen soll, würde nach Überzeugung des Wahlleiters Robert Stein nur zu einer Teilwiederholung der Wahl in den betroffenen Bezirken führen.

(rent/reu)
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