Streit um Libanon-Politik: Frankreich beendet Kontakte zu Syrien
zuletzt aktualisiert: 30.12.2007 - 20:07Kairo (RPO). Im Streit um die Präsidentenwahl im Libanon hat Frankreich die Gespräche mit Syrien abgebrochen. Staatspräsident Nicolas Sarkozy erklärte in Kairo, er werde nicht mehr mit der syrischen Regierung reden. Dies gelte, bis Damaskus bereit sei, die Wahl eines neuen libanesischen Präsidenten zu ermöglichen.
"Wir können nicht länger warten, Syrien muss aufhören zu reden und jetzt handeln", sagte Sarkozy nach einem Treffen mit dem ägyptischen Präsidenten Husni Mubarak. Frankreich bemüht sich, zwischen den rivalisierenden Parteien im Libanon zu vermitteln und hat Syrien wiederholt aufgefordert, die Wahl nicht zu behindern.
Syrien hat die Vorwürfe einer Einmischung zurückgewiesen. Mubarak forderte Damaskus am Sonntag auf, die libanesischen Politiker zu einer Wahl zu drängen. Syrien habe großen Einfluss auf die Parteien im Libanon.
Ursprünglich sollten die Abgeordneten in Beirut schon im September einen Nachfolger für Präsident Emile Lahoud zu wählen. Dessen Amtszeit endete am 24. November, seitdem hat das Land kein Staatsoberhaupt mehr. Die Wahl eines neuen Präsidenten scheiterte bislang an unüberbrückbaren Differenzen zwischen dem prowestlichen Regierungslager und der prosyrischen Opposition im Parlament.
Anfang Dezember wurde General Michel Suleiman von der Parlamentsmehrheit als Kompromisskandidat nominiert. Allerdings muss das Parlament zuvor die Verfassung ändern, damit der amtierende Militärchef Präsident werden kann
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