Mordfall Hariri: Frankreich droht Syrien mit Sanktionen
zuletzt aktualisiert: 11.11.2005 - 07:26Damaskus/Washington (rpo). Frankreich und die USA haben die syrischen Zugeständnisse an die Vereinten Nationen als ungenügend kritisiert. Syriens Präsident Assad hatte am Donnerstag im Zuge der Ermittlungen im Mordfall Hariri erklärt: "Wir werden das Spiel mitspielen." Die Kooperation werde aber sofort eingestellt, wenn Interessen Syriens verletzt würden. Jacques Chirac drohte bereits mit Sanktionen.
Der syrische Präsident kritisierte indirekt, der deutsche UN-Ermittler Detlev Mehlis habe das Angebot seiner Regierung abgelehnt, die betreffenden Beamten auf syrischem Territorium oder im Büro der Arabischen Liga in Kairo zu befragen. Das US-Außenministerium erklärte daraufhin, Syrien habe den Ermittlern keine Bedingungen zu stellen. Der UN-Botschafter der USA, John Bolton, sagte: "Wir wollen keine Reden, wir wollen Kooperation, vollständig und sofort."
Der französische Staatspräsident Jacques Chirac sprach sich sogar für UN-Sanktionen aus, falls Damaskus seine Zusammenarbeit mit Mehlis nicht verbessere. "Wenn der syrische Präsident weiterhin nicht hören und nicht verstehen will, muss man zu einem anderen Stadium übergehen, nämlich dem der Sanktionen", sagte Chirac.
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