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Lagarde zur Exportpolitik: Frankreich erneuert Kritik an Deutschland

zuletzt aktualisiert: 17.03.2010 - 13:14

Paris (RPO). Nach ihrer Kritik an der deutschen Exportpolitik hat Frankreichs Wirtschaftsministerin, Christine Lagarde, nachgelegt. Die Anstrengungen um die Wirtschaftsentwicklung in Europa müssten "geteilt" werden, sagte Lagarde.

Die französische Finanzministerin und amtierende EU-Ratsvorsitzende Christine Lagarde nach Abschluss des zweitägigen Treffens.  Foto: AFP, AFP
Die französische Finanzministerin und amtierende EU-Ratsvorsitzende Christine Lagarde nach Abschluss des zweitägigen Treffens. Foto: AFP, AFP

"Zum Beispiel kann Deutschland vielleicht ein wenig seine Steuern senken, um den heimischen Konsum anzukurbeln",  sagte die Ministerin am Mittwoch im französischen Radiosender RTL weiter. Wenn die Inlandsnachfrage wachse, könne dies den französischen Ausfuhren nach Deutschland helfen.

Die Französin hatte in einem Interview mit der "Financial Times" vom Montag kritisiert, dass der deutsche Handelsüberschuss - die Tatsache also, dass die Bundesrepublik mehr Güter exportiert als importiert - den europäischen Nachbarstaaten schade.

Wenn in einer wirtschaftlichen Solidargemeinschaft wie der Eurozone Anstrengungen nötig seien, müssten sich "alle" bemühen, sagte Lagarde am Mittwoch. Staaten mit einem Defizit müssten dies abbauen, aber andere mit "einem Überschuss" dürften nicht "einmotorig" fahren, mahnte sie.

Die Bundesregierung hatte nach Lagardes Kritik am Montag erklärt, dass die deutsche Exportwirtschaft wohl kaum dazu gebracht werden könne, mehr unattraktive Güter herzustellen. Es wäre vermutlich "für alle europäischen Staaten gewinnbringender, wenn sich nicht einzelne Länder künstlich zurücknehmen, sondern wir unsere ganze Kraft in eine gemeinsame Wachstumsstrategie stecken", sagte ein Sprecher von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). 

Quelle: AFP/top

 
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