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Schnellimbiss vermutlich Ziel von Kriminellen: Frau bei Explosion in Tel Aviv getötet

zuletzt aktualisiert: 18.08.2003 - 13:38

Tel Aviv (rpo). Bei einer Explosion in der israelischen Stadt Tel Aviv ist am Montag eine Frau getötet worden. Die Frau hielt sich in einem Schnell-Restaurant auf. Ob es sich um einen Anschlag oder ein Unglück handelt, ist nach wie vor unklar.

Bei einem vermutlich von einem Kriminellen geplanten Bombenanschlag ist am Montag in einem Bürogebäude in Tel Aviv eine Israelin getötet worden. Vier Menschen wurden verletzt, als der Sprengkörper in der Nähe des Fahrstuhls des Gebäudes explodierte. Der Druck der Explosion war so groß, dass der Fahrstuhlschacht zerstört wurde und eine Wand des Gebäudes einstürzte, in dem es nach Medienberichten mehrere illegale Spielhöllen gibt.

Die Polizei hält es für möglich, dass der Anschlag einem bekannten Schuldeneintreiber galt, auf den bereits in der Vergangenheit Anschläge verübt worden waren. Zunächst war vermutet worden, dass palästinensische Extremisten hinter der Tat stünden.

Mitglieder der israelischen Mafia haben in den vergangenen Jahren wiederholt Bombenanschläge auf persönliche Feinde verübt. In einigen Fällen wurden dabei so genannte Rohrbomben verwendet, wie sie auch palästinensische Extremisten eingesetzt haben.

In der vergangenen Woche waren bei zwei palästinensischen Selbstmordanschlägen in der Stadt Rosch Ha'Ain und am Ortseingang der Siedlerstadt Ariel (Westjordanland) zwei Israelis getötet und mehr als zehn verletzt worden. Auch die Attentäter kamen ums Leben.

Übergabe von Jericho und Kalkilia verschoben

Israel hatte zuvor die für Montag angekündigte Übergabe der Kontrolle über die Städte Jericho und Kalkilia an die Palästinenser kurzfristig verschoben. Nach einem ergebnislosen Gespräch zwischen beiden Seiten erklärte der Sprecher des palästinensischen Sicherheitsministers Mohammed Dachlan, Israel habe sich geweigert, die Straßensperren um die betreffenden Städte zu entfernen. Aus diesem Grund sei das israelische Angebot rein "kosmetisch" gewesen.

Der israelische Rundfunk meldete dagegen am Morgen, die Palästinenser hätten die israelische Forderung nach Verhaftung der von Israel gesuchten palästinensischen Extremisten abgelehnt. Dachlan hat wiederholt bekräftigt, dass er nicht mit Gewaltmaßnahmen gegen die radikalen Organisationen Hamas, Dschihad und die Al-Aksa-Brigaden vorgehen will. Die Gespräche sollen diesem Dienstag fortgesetzt werden.

Ungeachtet der von ihnen verkündeten Waffenruhe haben palästinensische Extremisten am frühen Montagmorgen eine Israelin im Westjordanland angeschossen. Nach Angaben der Armee fuhr die Frau mit ihrem Wagen nahe der jüdischen Siedlung Jizchar bei Nablus, als mehrere Schüsse auf das Fahrzeug abgegeben wurden. Die Siedlerin wurde mit mittelschweren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht. Israelische Soldaten nahmen in der Nacht mindestens zwei mutmaßliche Extremisten fest, wie die Armee bekannt gab.


 
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