kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
         
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast
Kommentare ()

Parteien einigen sich: Frieden in Kenia beschlossen

zuletzt aktualisiert: 01.02.2008 - 20:09

Nairobi (RPO). Die Konfliktparteien in Kenia haben sich nach Angaben des früheren UN-Generalsekretärs Kofi Annan auf Maßnahmen zur Beendigung der Unruhen im Land geeinigt. Das teilte Annan, der als Vermittler in Kenia fungiert, am Freitag in Nairobi mit.

"Wir haben uns auf einen Zeitplan geeinigt, der sowohl kurzfristige als auch langfristige Fragen umfasst", sagte Annan. Annan vermittelt in dem Streit um das Ergebnis der Präsidentschaftswahl von Ende Dezember. Sowohl Staatschef Mwai Kibaki als auch Oppositionsführer Raila Odinga beanspruchen den Sieg für sich. Der Konflikt löste schwere politisch-ethnische Unruhen aus und trieb Hunderttausende in die Flucht.

Der erste Punkt des Plans sehe "unverzügliches Handeln zur Beendigung der Gewalt und die Wiederherstellung der Grundrechte und Freiheiten vor", erläuterte Annan. Ein zweiter Punkt betreffe "Sofortmaßnahmen zur Lösung der humanitären Krise", der dritte die Beilegung der "aktuellen politischen Krise".

Die Konfliktparteien kamen demnach überein, diese drei Aspekte in einem Zeitraum von sieben bis 15 Tagen ab dem Auftakt der Gespräche am 28. Januar zu regeln. Punkt vier sehe langfristige Maßnahmen vor, fügte Annan hinzu.

Annan verhandelte am Freitag mit je drei Mitarbeitern Odingas und Kibakis. Gespräche am Donnerstag waren abgebrochen worden, nachdem ein Abgeordneter der Odinga-Partei Orange Democraic Movement (ODM) in der westlichen Stadt Eldoret erschossen wurde.

Ban spricht von "historischer Verantwortung"

Vor dem Durchbruch bei den Vermittlungen hatte UN-Generalsekretär Ban Ki Moon die verfeindeten Lager aufgerufen, die Krise im Land friedlich beizulegen. Er forderte die Konfliktparteien auf, zur Beilegung der Krise "über individuelle Interessen hinaus, über Parteigrenzen hinweg" zu schauen. Kibaki und Odinga hätten eine "historische Verantwortung", mahnte Ban, der nach Kenia gereist war, um die Vermittlungsmission seines Vorgängers zu unterstützen.

Der Abgeordneten-Mord heizte unterdessen die politisch-ethnischen Unruhen weiter an. Im Westen Kenias kamen am Freitag nach Polizeiangaben mindestens zehn Menschen ums Leben. Acht Menschen starben demnach bei Kämpfen zwischen verfeindeten Volksgruppen im Bezirk Nyamira.

Die Opfer seien zu Tode gehackt worden oder durch vergiftete Pfeile gestorben. Bei einem Sturm bewaffneter Dorfbewohner auf ein Verwaltungsgebäude im Bezirk Kericho wurde ein Polizist getötet. Die Menge habe zudem Gewehre und Munition erbeutet, teilte die örtliche Polizei mit. In der Oppositions-Hochburg Kisumu erschossen Polizisten einen Demonstranten. Zudem wurden in der Nacht zum Freitag 50 Häuser angezündet.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) wies auf die wachsenden Gesundheitsrisiken hunderttausender Flüchtlinge in Kenia hin. Die Lager seien überfüllt, Nahrungsmittel und Medikamente seien knapp, erklärte die WHO in Genf. Die Organisation beklagte außerdem die Zunahme sexueller Gewalt. Für Opfer gebe es keine ausreichende medizinische und psychologische Betreuung.

Quelle: afp2

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

Aktuell bei RP Online
Rot-Grün sucht Datteln-Kompromiss

Zukunft des umstrittenen Kohlekraftwerks

Rot-Grün sucht Datteln-Kompromiss

Die Zukunft des umstrittenen Kohlekraftwerks in Datteln gehört zu den wichtigsten Streitpunkten in den Koalitionsverhandlungen von SPD und G ... mehr 

Joachim Gauck – Israels kritischer Freund

Bundespräsident auf Staatsbesuch

Joachim Gauck – Israels kritischer Freund

Der Bundespräsident hinterlässt bei seinem ersten Staatsbesuch in Israel seine eigene Handschrift. Der Empfang durch Präsident Schimon Peres ... mehr 

Mehr Politik
Aus der Region

Zukunft des umstrittenen Kohlekraftwerks

Rot-Grün sucht Datteln-Kompromiss

Bundespräsident auf Staatsbesuch

Joachim Gauck – Israels kritischer Freund

Drohender Verzug bei Bergung der Abfälle

Altmaier besucht Atommülllager Asse

US-Präsident bestimmt Ziele der Drohnenangriffe

Obama wacht persönlich über "Todesliste"

Videos

Video

Grefrather Eisbahn wird zur Filmkulisse

Die Schlittschuhläufer laufen eine Runde nach der anderen. Auf der Außenbahn des Grefrather Eisstadions ist dieses Mal alles etwas anders . ... mehr 

V.I.P Duisburg:"Der Checker" - von Vivien Daberkow

Sie kennen es mittlerweile alle. Casting-Shows gibt es noch und nöcher. Die Teilnehmer überschwemmen in der Hoffnung auf den ganz ... mehr 

Barack Obama Steuerstreit Panorama, AP 2011-0729

US-Präsident bestimmt Ziele der Drohnenangriffe

Obama wacht persönlich über "Todesliste"

US-Präsident Barack Obama überwacht einem Medienbericht zufolge persönlich die Auswahl der Ziele für die Drohnenangriffe gegen Anhänger von Al-Qaida und anderer Terrorgruppen. mehr

 

Diese Männer spalten Ägypten

Ein Islamist und ein Mubarak-Mann

 

Bundespräsident zu Gast in Israel

Gauck: Israel plant keinen Angriff gegen Iran

 
 

Strafmaßnahme wegen Massaker von Hula

Deutschland weist syrischen Botschafter aus

 

Israel-Reise des Bundespräsidenten

Gauck: "Israel ist ein blühendes Land"

Top-Services