| 09.19 Uhr

Vorgehen gegen Menschenrechtsaktivisten
Führende Amnesty-Mitarbeiterin in der Türkei festgenommen

Istanbul. Die Türkei hat erneut Festnahmen durchführen lassen. Diesmal sind mehrere Menschenrechtsaktivisten betroffen, darunter die Direktorin von Amnesty International in der Türkei und ein Deutscher.

Amnesty zufolge nahm die Polizei insgesamt zehn Aktivisten fest. Darunter seien neben der Direktorin der türkischen Sektion von Amnesty International, Idil Eser sieben weitere Vertreter von Menschenrechtsgruppen sowie zwei Ausbilder. Einer der Trainer ist laut Amnesty deutscher Staatsbürger. Die Festnahmen seien bei einer Schulung in einem Hotel in Istanbul erfolgt, hieß es.

Die türkische Zeitung "Hürriyet" spricht sogar von zwölf Festnahmen. Wohin die Menschenrechtler gebracht wurden und was ihnen vorgeworfen wird, ist nicht bekannt.

Amnesty forderte die unverzügliche Freilassung aller Festgenommenen.  Amnesty-Generalsekretär Salil Shetty äußerte sich "beunruhigt und empört" über die Festnahmen. Der "Machtmissbrauch" durch die türkischen Behörden verdeutliche die prekäre Lage von Menschenrechtsaktivisten in dem Land, kritisierte er.

(das/AFP)
 
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