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Fünf Tage nach Anschlag von Manchester
Großbritannien senkt die Terrorwarnstufe

Fotos: Zahlreiche Opfer nach Explosion bei Popkonzert
Fotos: Zahlreiche Opfer nach Explosion bei Popkonzert FOTO: ap
London. Die Terrorwarnung ist in Großbritannien von "kritisch" auf "ernst" herabgestuft worden. Im Zusammenhang mit dem Anschlag von Manchester gab es weitere Durchsuchungen sowie zwei Festnahmen.

Die Herabstufung der Terrorwarnung verkündete Premierministerin Theresa May am Samstag nach einer Krisensitzung mit Experten. Die Soldaten werden nur noch bis Montagabend die Polizei unterstützen. "Das Land soll wachsam bleiben", betonte May.

Erst kürzlich war nach dem Anschlag die Terrorwarnstufe auf das höchste Niveau "kritisch" angehoben worden. Dies war das erste Mal seit knapp elf Jahren. Das Gemeinsame Terrorabwehrzentrum JTAC beim Inlandsgeheimdienst MI5 hatte diese Entscheidung getroffen, weil es ein direkt bevorstehendes weiteres Attentat für möglich hielt. Das JTAC setzt sich aus Experten von Regierung, Polizei und Sicherheitsdiensten zusammen.

Zwei weitere Festnahmen in Manchester

Die Polizei in Manchester hat derweil am Samstag ein kleines Areal der Stadt evakuiert und weitere Durchsuchungen vorgenommen. Die Aktion steht im Zusammenhang mit dem Terroranschlag vom Montagabend. Es handele sich um eine "Sicherheitsmaßnahme", twitterte die Behörde am Samstagvormittag.

Bereits am frühen Morgen hatte die britische Polizei Wohnungen durchsucht und zwei weitere Verdächtige festgenommen. Damit wurden nach dem Anschlag bereits 13 Personen festgesetzt. Zwei von ihnen kamen inzwischen wieder auf freien Fuß.

Salman Abedi, ein Brite libyscher Abstammung, hatte nach einem Konzert der US-Sängerin Ariana Grande einen Sprengsatz detonieren lassen. Er tötete 22 Menschen, darunter mehrere Teenager. Das jüngste Opfer ist acht Jahre alt. Der Attentäter kam selbst ums Leben. Die Polizei vermutet, dass ein Netzwerk hinter dem Anschlag steckt.

Ariana Grande kehrt für Benefizkonzert zurück

Die US-Sängerin Grande kündigte derweil an, nach Manchester zurückzukehren, um in der Stadt ein Benefizkonzert zugunsten der Opfer und ihrer Familien zu geben. Ein genaues Datum nannte sie in ihrer am Freitag veröffentlichten Erklärung noch nicht.

Die 23-Jährige sprach allen Opfern und Angehörigen ihr Beileid aus und lobte die Einwohner Manchesters für ihre Furchtlosigkeit und Eintracht. "Unsere Antwort darauf muss sein, näher zusammenzurücken, uns zu helfen, mehr zu lieben, lauter zu singen sowie mitfühlender und großzügiger zu leben als bisher", schrieb sie.

(das/dpa)
 
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