Plastiksprengstoff detonierte bei Haltestelle: Fünf Tote, 60 Verletzte bei Explosion in Ankara
zuletzt aktualisiert: 22.05.2007 - 19:00Ankara (RPO). Bei einer Explosion in der türkischen Hauptstadt Ankara sind am Dienstag fünf Menschen ums Leben gekommen und 60 weitere verletzt worden. Vermutlich handelte es sich um einen Bombenanschlag. Das teilte Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan am Abend mit.
Ankaras Bürgermeister Melih Gökcek hatte zuvor von vier Toten und 54 Verletzten gesprochen. Die Polizei gehe von einen Bombenanschlag aus, sagte er dem Nachrichtensender CNN-Türk. Der Sender NTV berichtete unter Berufung auf Polizeiangaben, die Explosion im zentral gelegenen Stadtteil Ulus sei durch Sprengstoff ausgelöst worden, wie er auch von kurdischen Rebellen verwendet werde.
Die Explosion ereignete sich Medienberichten zufolge gegen 18.50 Uhr vor einem Einkaufszentrum im Stadtteil Ulus. Unter den fünf Toten sei auch ein Pakistaner, teilte Erdogan mit. Medienberichten zufolge waren unter den Verletzten drei bis fünf Pakistaner, die zu einer internationalen Waffenmesse angereist waren.
Der Gouverneur von Ankara, Kemal Önal, hatte zunächst im Fernsehen von rund 20 Verletzten gesprochen, ohne mögliche Todesopfer zu erwähnen. Einen kriminellen Hintergrund bestätigte er dabei nicht. Es könne sich auch um einen Unfall handeln, sagte er bei einem Besuch vor Ort.
Auch Vize-Ministerpräsident Ali Sahin besuchte den Unglücksort. Fernsehsender zeigten Bilder von auf dem Boden liegenden Menschen, die von Blut überströmt waren. Rettungskräfte und Polizisten bemühten sich um die Erstversorgung der Verletzten. Dutzende Scheiben von Geschäften waren durch die Explosion zu Bruch gegangen.
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