kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
         
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast
Canada G-7 Finance Meetings
  Foto: Xinhua, AP
Kommentare ()

Nach Erdbeben: G-7-Staaten erlassen Haiti Schulden

zuletzt aktualisiert: 07.02.2010 - 13:39

Iqaluit/Port-au-Prince (RPO). Nach dem schweren Erdbeben in Haiti erlassen die sieben führenden Industriestaaten (G-7) dem Karibikstaat alle bilateralen Schulden. Das teilte der kanadische Finanzminister Jim Flaherty am Samstag im kanadischen Iqaluit mit, wo die G-7-Finanzminister tagten. Als Uno-Sondergesandter für Haiti sagte der frühere US-Präsident Bill Clinton eine bessere Koordinierung der Hilfen zu.

Die G-7-Vereinbarung betrifft jene Schulden, die Haiti bei den Mitgliedstaaten USA, Japan, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien und Kanada jeweils direkt aufgenommen hat, nicht die Schulden von staatenübergreifenden Organisationen wie der Weltbank und dem Internationalen Währungsfonds (IWF). Der britische Premierminister Gordon Brown begrüßte den Erlass. "Ein Land, dass unter Schutt begraben ist, muss nicht noch unter Schulden begraben sein", erklärte er am Samstag in London.

Insgesamt liegen die Auslandsschulden Haitis bei rund 890 Millionen Dollar (650 Millionen Euro). Rund 41 Prozent davon schuldet das Land der Interamerikanischen Entwicklungsbank (IDB), 27 Prozent der Weltbank.

"Es tut mir leid, dass das so lange dauert", sagte Clinton nach seiner Ankunft in der haitianischen Hauptstadt Port-au-Prince am Freitag (Ortszeit) mit Blick auf die schleppende Verteilung der Hilfsgüter. "Ich versuche herauszufinden, wo die Engpässe sind", sagte der Ex-Präsident. Er und die anderen Helfer würden hart daran arbeiten, das Leid der Haitianer zu lindern.

Der mit der Koordination betraute US-Oberst Gregory Kane erklärte, die US-Armee bleibe in dem zerstörten Land, so lang es nötig sei und die Regierung Haitis die Soldaten willkommen heiße. Er ging von 45 bis 50 Tagen aus. Washington hat 20.000 Soldaten geschickt, die bei der Verteilung der Güter helfen sollen, dazu Hubschrauber und Transportflugzeuge. Aber nach drei Wochen beklagen sich immer noch viele Erdbebenopfer, dass die Hilfe nicht bei ihnen ankommt.

Auch Haitis Präsident René Préval bat um Verständnis: "Wir verstehen die Schwierigkeiten der Menschen, die draußen schlafen müssen, wir verstehen die Frustration darüber, dass die Wasser- und Nahrungsverteilung immer noch schwierig ist", erklärte er vor Journalisten. Mit Disziplin, Solidarität und Beharrlichkeit könnten die Probleme jedoch gelöst werden.

Bei dem schweren Erdbeben vom 12. Januar kamen nach jüngsten Angaben der haitianischen Regierung rund 212.000 Menschen ums Leben kamen. Mehr als 300.000 weitere wurden verletzt, rund zwei Millionen Haitianer wurden obdachlos.

Quelle: AFP/sdr

 
weitere Artikel
 
Links zu diesem Artikel
 

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

Aktuell bei RP Online
Rot-Grün sucht Datteln-Kompromiss

Zukunft des umstrittenen Kohlekraftwerks

Rot-Grün sucht Datteln-Kompromiss

Die Zukunft des umstrittenen Kohlekraftwerks in Datteln gehört zu den wichtigsten Streitpunkten in den Koalitionsverhandlungen von SPD und G ... mehr 

Joachim Gauck – Israels kritischer Freund

Bundespräsident auf Staatsbesuch

Joachim Gauck – Israels kritischer Freund

Der Bundespräsident hinterlässt bei seinem ersten Staatsbesuch in Israel seine eigene Handschrift. Der Empfang durch Präsident Schimon Peres ... mehr 

Mehr Politik
Aus der Region

Zukunft des umstrittenen Kohlekraftwerks

Rot-Grün sucht Datteln-Kompromiss

Bundespräsident auf Staatsbesuch

Joachim Gauck – Israels kritischer Freund

Drohender Verzug bei Bergung der Abfälle

Altmaier besucht Atommülllager Asse

US-Präsident bestimmt Ziele der Drohnenangriffe

Obama wacht persönlich über "Todesliste"

Videos

Video

Grefrather Eisbahn wird zur Filmkulisse

Die Schlittschuhläufer laufen eine Runde nach der anderen. Auf der Außenbahn des Grefrather Eisstadions ist dieses Mal alles etwas anders . ... mehr 

V.I.P Duisburg:"Der Checker" - von Vivien Daberkow

Sie kennen es mittlerweile alle. Casting-Shows gibt es noch und nöcher. Die Teilnehmer überschwemmen in der Hoffnung auf den ganz ... mehr 

US-Präsident bestimmt Ziele der Drohnenangriffe

Obama wacht persönlich über "Todesliste"

US-Präsident Barack Obama überwacht einem Medienbericht zufolge persönlich die Auswahl der Ziele für die Drohnenangriffe gegen Anhänger von Al-Qaida und anderer Terrorgruppen. mehr

 

Diese Männer spalten Ägypten

Ein Islamist und ein Mubarak-Mann

 

Bundespräsident zu Gast in Israel

Gauck: Israel plant keinen Angriff gegen Iran

 
 

Strafmaßnahme wegen Massaker von Hula

Deutschland weist syrischen Botschafter aus

 

Israel-Reise des Bundespräsidenten

Gauck: "Israel ist ein blühendes Land"

Top-Services