Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
           
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Rheinische Post Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast
Gabrielle Giffords November.jpg
  Foto: Ida Mae Astute
Kommentare ()

Ein Jahr nach Attentat : Gabrielle Gifford besucht Ort des Anschlags

zuletzt aktualisiert: 08.01.2012 - 12:34

Phoenix (RPO). Die US-Abgeordnete Gabrielle Giffords ist zum Jahrestag eines gegen sie gerichteten Attentats zurück am Ort des Geschehens. Bei einer Gedenkfeier in der Stadt Tucson im Staat Arizona will die Demokratin am Sonntag an die Bluttat eines 23-Jährigen in einem Einkaufszentrum erinnern, bei der sechs Menschen getötet wurden.

Gabrielle Giffords ist nach dem Attentat zurück im Leben. Von der Schußverletztung an der Schläfe ist nur noch wenig zu sehen. Foto: dapd, P.K. Weis
Gabrielle Giffords ist nach dem Attentat zurück im Leben. Von der Schußverletztung an der Schläfe ist nur noch wenig zu sehen. Foto: dapd, P.K. Weis

Giffords selbst trug lebensgefährliche Verletzungen davon und ist noch immer stark beeinträchtigt. Bereits am Freitag nahm die Politikerin in Tucson an einer Gedenkfeier für ihre bei dem Attentat getötete Mitarbeiterin Gabe Zimmerman teil.

Als Gabrielle Giffords sieben Monate nach dem Attentat von Tucson erstmals wieder im Repräsentantenhaus erschien, wurde sie mit tosendem Applaus empfangen. Nicht nur ihr Schicksal bewegte die Kollegen aller Couleur - die demokratische Politikerin aus Arizona wurde auch gefeiert, weil sie Sympathien auf allen Seiten genießt.

Mit politisch in der Mitte verankerten Ansichten und ihrer freundlichen Art machte sich Giffords bereits vor den Schüssen vom 8. Januar 2011 einen Namen in den USA. Dabei fiel sie in der eigenen Partei gelegentlich auch mit unbeliebten Positionen auf. In einigen Punkten vertrat die 41-Jährige sogar die Meinung der Republikaner - ein Grund für ihren Erfolg in einem konservativen Wahlkreis.
Giffords gehört der "Blue Dog Coalition" an, einer Gruppe moderat-konservativer Demokraten im Kongress.

Spekulation über Kandidatur für Senat oder Gouverneursamt

Bei den Kongresswahlen im November 2010 konnte sich Giffords gegen einen Kandidaten der ultrakonservativen Tea-Party-Bewegung durchsetzen. Erst Anfang Januar 2011 begann ihre dritte Legislaturperiode im US-Abgeordnetenhaus - kurz vor dem alles verändernden Attentat.

Der Erfolg in einer Zeit, in der den Demokraten heftiger Gegenwind ins Gesicht bläst, trug zu Spekulationen über ihre künftige Karriere bei. Sie wurde als mögliche Kandidatin für die Senatswahl 2012 genannt, auch für die Besetzung des Gouverneurspostens in ihrem Staat Arizona 2014 käme sie nach Ansicht von Beobachtern infrage.

Giffords sei eine "sehr erfolgreiche Politikerin und sehr erfolgreiche Abgeordnete" gewesen, sagte der ehemalige Kongressabgeordnete Jim Kolbe, ein Republikaner, dessen Sitz sie nach seinem Rückzug 2006 einnahm. "Du musst dir Mühe geben, Gabby Giffords nicht zu mögen", sagte Kolbe. "Sie hat mit jedem gesprochen und sich mit jedem getroffen."

Doch Giffords ist bei weitem keine Republikanerin in der falschen Partei, in einigen Fragen vertritt sie klar die Ansichten der Demokraten. So stimmte sie für die Gesundheitsreform, das größte innenpolitische Projekt Barack Obamas. Dadurch zog sie sich die Wut konservativer Gegner zu. Kurz nach der Abstimmung wurde ihr Büro angegriffen: Eine Glastür und Fenster wurden eingetreten oder mit Schüssen zerstört. Giffords unterstützte zwar den Kampf gegen illegale Einwanderung, setzte sich aber zugleich für eine Reform des Einwanderungsrechts ein.

Hochzeit mit Astronaut 2007

Die 41-Jährige ist seit 2007 mit dem Astronauten Mark Kelly verheiratet, der als Pilot der Spaceshuttle "Endeavour" und "Discovery" bekannt wurde. Die beiden lernten sich 2003 auf einer Reise von Ausschussmitgliedern nach China kennen. Das Paar hat keine gemeinsamen Kinder, Giffords hat aber zwei Töchter in die Beziehung mitgebracht.

Seit Jahren ging Giffords gezielt auf die Bürger zu - die Demokratische Partei hatte die neuen Kongressabgeordneten besonders dazu ermutigt. "Der Kongress an ihrer Ecke" hieß die Veranstaltungsreihe, bei der sich die Leute mit ihr an öffentlichen Orten unterhalten konnten. Sie reihten sich in eine Schlange ein und hatten dann Zeit für Gespräche mit Giffords und ihren Mitarbeitern.

Bei einem dieser öffentlichen Treffen wurde sie vor einem Jahr niedergeschossen. Zu einer Gedenkfeier am Jahrestag hat die noch immer schwer beeinträchtigte Politikerin ihr Kommen zugesagt.

 

Quelle: APD
Mehr zu den Themen dieses Artikels

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung. Beachten Sie
dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.

       
Anzeige:

Aktuell bei RP Online
Küsschen und Komplimente in Kleve

Kanzlerin Angela Merkel trifft Mark Rutte

Küsschen und Komplimente in Kleve

Bei der ersten deutsch-niederländischen Kabinettssitzung am Niederrhein priesen die Politiker beider Länder die harmonischen Beziehungen. An ... mehr 

V-Leute-Datei soll keine Klarnamen enthalten

Innenministerkonferenz einigt sich

V-Leute-Datei soll keine Klarnamen enthalten

Die Innenminister von Bund und Ländern haben sich am Freitag auf die Einrichtung einer zentralen V-Leute-Datei geeinigt. Darin sollen allerd ... mehr 

Mehr Politik
Aus der Region

Gewinner des Pizza-Checks in Mönchengladbach

Urkunden für die Pizza-Check-Sieger

Sperrung A44 für Entschärfung in Düsseldorf

Zehn-Zentner-Bombe am Flughafen gefunden

Videos

Video

Vorgestellt: Nashorn Kibibi aus dem Krefelder Zoo

Kibibi ist zwei Jahre alt und lebt im Krefelder Zoo. Doch lange kann sie dort nicht mehr bleiben, denn ihre Mutter ist erneut schwanger. ... mehr 

Touristen bedrohen Wüsten-Schatz in China

In einer Oase in der Wüste im Nordwesten Chinas erleben diese alten buddhistischen Höhlen eine teure digitale Wiedergeburt. Die ... mehr 

John Kerry im Gespräch mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu.

US-Außenminister im Nahen Osten

Neuer Anlauf im Friedensprozess

US-Außenminister John Kerry hat am Freitag seine Bemühungen um eine Auflösung der Blockaden im Friedensprozess fortgesetzt. Am Morgen traf er sich mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu zu einem Arbeitsfrühstück, das die beiden ... mehr

 
 

Dialog zum Atomwaffenprogramm

Nordkorea zu Gesprächen bereit

 

Grundsatzrede des US-Präsidenten

Obama will Guantanamo endlich schließen

 
 

13 Angestellte des Areva-Konzerns verletzt

Bombenanschlag auf Uran-Mine im Niger

Top-Services
 
Jetzt Fan werden!

Werden Sie jetzt Facebook-Fan von RP ONLINE und verpassen Sie keine News mehr.

Jetzt Facebook-Fan werden von RP ONLINE