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17 jüdische Siedlungen betroffen: Gazastreifen: Scharon legt Räumungsplan vor

zuletzt aktualisiert: 19.02.2004 - 10:46

Jerusalem (rpo). Einen Plan zur Räumung jüdischer Siedlungen im Gazastreifen hat der israelische Ministerpräsident Ariel Scharon US-Regierungsvertretern vorgelegt. 17 Siedlungen sind betroffen.

Der Nahost-Beauftragte des US-Außenministeriums, William Burns, sowie weitere Beamte der Washingtoner Regierung trafen nach US-Angaben am Donnerstag in Jerusalem mit Scharon zusammen. Auch Beratungen mit israelischen Verteidigungsexperten sowie dem palästinensischen Finanzminister Salam Fajad waren geplant.

Scharon hatte vor kurzem einen einseitigen israelischen Rückzug aus dem Gazastreifen angekündigt, falls der Friedensplan des Nahost-Quartetts aus USA, EU, Russland und UNO keine Fortschritte mache. Dazu gehöre auch die Räumung von 17 jüdischen Siedlungen im Gazastreifen sowie einzelnen Siedlungsposten im Westjordanland. Scharon will seinen Plan, der von Teilen seiner Regierung und jüdischen Siedlern abgelehnt wird, demnächst auch US-Präsident George W. Bush vorlegen.

Tausende Siedler demonstrieren

In Jerusalem haben am Mittwochabend mehrere tausend jüdische Siedler aus dem Gazastreifen gegen die Pläne der israelischen Regierung protestiert, Siedlungen in den Palästinensergebieten zu räumen. Vor dem Amtssitz von Ariel Scharon forderten die etwa 3000 Siedler den israelischen Regierungschef in Sprechchören zum Rücktritt auf. Einige hatten den Weg aus dem Palästinensergebiet seit Sonntag zu Fuß zurückgelegt. Vize-Erziehungsminister Zvi Hendel von der rechtsgerichteten Partei Nationale Union forderte ebenfalls Scharons Rücktritt: Wenn dieser "keine Kraft mehr hat, dann muss er gehen". An der Demonstration nahmen auch mehrere Abgeordnete von Scharons Likud-Partei, der Nationalreligiösen Partei und der Nationalen Union teil.


 
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