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Prognose für 2025: Geheimdienste erwarten Niedergang der USA

zuletzt aktualisiert: 21.11.2008 - 07:23

Washington (RPO). Den Vereinigten Staaten stehen schwere Zeiten bevor: Nach einem US-Geheimdienstbericht wird die Supermacht bis 2025 deutlich an Einfluss verlieren. Der Dollar werde seine Rolle als Leitwährung, der Staat wirtschaftliche und politische Macht einbüßen. 

Die Atlantikküste der USA liegt in einem Gebiet mit einem hohen Tsunami-Risiko.  Foto: RPO
Die Atlantikküste der USA liegt in einem Gebiet mit einem hohen Tsunami-Risiko. Foto: RPO

Es hat sich bereits in den letzten Jahren angedeutet: Die USA haben an Bedeutung verloren, vielerorts wird inzwischen lieber mit dem Euro als mit dem Dollar bezahlt. Diese Entwicklung wird sich fortsetzen, wenn man den US-Geheimdiensten Glauben schenken darf. Diese haben eine Prognose vorgelegt, wie die Welt im Jahr 2025 aussehen wird. Während die Vereinigten Staaten zu den Verlierern gehören, stehen Kanada und Russland auf der Gewinnerseite.

Die wesentliche Erkenntnis des Berichts: Das weltweite Machtgefüge, wie es nach dem Zweiten Weltkrieg etabliert wurde, gehört der Vergangenheit an. "Obwohl die Vereinigten Staaten wahrscheinlich der mächtigste einzelne Akteur bleiben, wird ihre relative Stärke - sogar auf militärischem Gebiet - sinken und ihr Einfluss schwächer werden", schreiben die Geheimen in ihrem Report. In Zukunft werden die USA in einer multipolaren Weltordnung zusammen mit China und Indien an der Spitze stehen - und um Einfluss kämpfen. Daneben wird Ländern wie Indonesien, der Türkei und Iran ein steigendes Gewicht vorausgesagt.    

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Neben der politischen Komponente wurde auch die wirtschaftliche Seite beleuchtet. Die derzeitige Krise an der Wall Street habe den Einfluss der USA bereits gemindert. Weiter kommen die Geheimen zu dem Schluss, dass der Klimawandel die landwirtschaftlich nutzbare Saison in Russland und Kanada verlängern und den Zugang zu Ölvorkommen im hohen Norden erleichtern wird. Hierdurch werde die Wirtschaft beider Länder gestärkt. Russlands möglicher Aufstieg zur Weltmacht werde jedoch erschwert durch zögerliche Investitionen in den Energiesektor sowie die andauernde Kriminalität und die Korruption in Behörden.

Die Geheimdienstexperten warnen außerdem davor, dass das organisierte Verbrechen schließlich die Herrschaft in einem Staat in Ost- oder Mitteleuropa an sich reißen könnte. Den Namen des Landes nennt der Bericht nicht.

Länder in Afrika und Südasien könnten laut Prognose unregierbar werden. Die Weltbevölkerung werde immer stärker um Nahrungs-, Wasser- und Energieressourcen konkurrieren.

Der Bericht geht weiter davon aus, dass das islamistische Terrornetzwerk Al Kaida "schneller als die Leute glauben" zerfällt. In muslimischen Ländern werde Al Kaida immer unpopulärer, heißt es. Ein nicht-arabisches Land außerhalb des Nahen Ostens könnte zu geopolitischer Bedeutung heranwachsen. Auch der Iran könnte eine zentrale Figur in einer neuen Weltordnung werden, wenn das Land seine theokratische Staatsform abstreife.

An dem Bericht "Global Trends 2025" wurde ein Jahr lang gearbeitet. Er wurde vom Nationalen Geheimdienstrat vorgelegt und soll der US-Führung Einblick in kommende Risiken und Chancen geben. Derartige Prognosen werden alle vier Jahre vorgelegt.

Quelle: ap

 
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