Polizei stürmte Gebäude: Geiselnahme in Istanbul beendet: Kurden wollten Öcalan freipressen
zuletzt aktualisiert: 18.11.2003 - 11:38Istanbul (rpo). Die Geiselnahme in Istanbul ist beendet. Türkische Polizisten stürmten das Gebäude, zündeten mehrere Tränengaskanister und nahmen die etwa zwei Dutzend Geiselnehmer fest. Die Täter wollten offenbar Rebellenführers Öcalan freipressen.
Das berichtet der Fernsehsender CNN-Turk. Die Eindringlinge brachten den Medienberichten zufolge einen Richter und sieben bis acht Anwälte oder andere Personen in ihre Gewalt. In Sprechchören forderten sie die Freilassung des inhaftierten Rebellenführers Abdullah Öcalan.
Aus dem dritten Stock des Gebäudes hängten sie ein Transparent mit der Forderung nach einer "demokratischen Lösung des kurdischen Problems" und nach einer Schließung des Imrali-Gefängnisses.
Auf dieser Gefängnisinsel vor Istanbul ist Öcalan, der 1999 verhaftete Anführer der inzwischen umbenannten Kurdischen Arbeiterpartei (PKK), der einzige Insasse. Wegen des Guerillakriegs in Südostanatolien wurde Öcalan zunächst zum Tode verurteilt, ehe das Urteil in eine lebenslange Freiheitsstrafe umgewandelt wurde.
Im Oktober beschwerte sich Öcalan, dass ihm Begegnungen mit seinen Anwälten oder Familienmitgliedern verweigert würden.
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