Afghanistan: Getötete Soldaten kehren nach Deutschland zurück
zuletzt aktualisiert: 21.10.2008 - 15:42Berlin (RPO). Die Leichen der in Afghanistan bei einem Selbstmordanschlag getöteten Bundeswehrsoldaten werden am Mittwoch nach Deutschland überstellt. Dies sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums am Dienstag. Die Leichen des 25-jährigen Stabsunteroffiziers und des 22-jährigen Stabsgefreiten sollen nach Zweibrücken ausgeflogen werden.
Der verletzte Soldat solle voraussichtlich ins Bundeswehrkrankenhaus Koblenz gebracht werden.
Die Soldaten gehörten dem Fallschirmjägerbataillon 263 aus Zweibrücken an. Am Mittwochmorgen findet in Kundus für die Opfer zunächst eine Trauerfeier statt, zu der auch Staatssekretär Peter Wichert aus Berlin anreisen wollte. Bei dem Attentat etwa fünf Kilometer südwestlich von Kundus waren zudem fünf afghanische Kinder ums Leben gekommen, ein weiteres wurde schwer verletzt.
Zwei weitere Bundeswehrsoldaten wurden leicht beziehungsweise mittelschwer verletzt. Zu ihrem Zustand sagte der Sprecher am Dienstag: "Die Verletzten waren und sind nicht in Lebensgefahr."
Der Sprengsatz wurde von einem Fahrrad aus gezündet. Die Soldaten waren in einem geschützten Fahrzeug vom Typ Mungo unterwegs. Verteidigungsminister Franz Josef Jung hatte betont, dass die Bundeswehr ihre Aufgaben in Afghanistan weiterhin erfüllen werde, "weil es darum geht, den Terror in Afghanistan zurückzudrängen, bevor der Terror nach Deutschland kommt".
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