| 09.09 Uhr

Ex-Kommunikationschef
Scaramucci attackiert Trumps Chef-Strategen Bannon

Gewalt in Charlottesville: Anthony Scaramucci kritisiert Donald Trump
Anthony Scaramucci (Archiv). FOTO: ap, PM
New York. Zehn Tage war Anthony Scaramucci der Kommunikationschef des US-Präsidenten, dann war er seinen Job wieder los. Im ersten Interview danach kritisiert er Trumps vage Äußerungen zur Gewalt in Charlottesville und schießt gegen Steve Bannon.

"Ich hätte ihm dieses Statement nicht empfohlen", sagte der Ex-Kommunikationschef am Sonntag (Ortszeit) dem US-Sender ABC News. "Er hätte viel härter sein sollen im Umgang mit den weißen Rassisten." Der Angriff sei Terrorismus gewesen.

Der ehemalige Investor aus New York feuerte auch erneut gegen Trumps Chef-Strategen Steve Bannon. Dessen Toleranz für weißen Nationalismus und Suprematismus sei unverzeihlich, von diesem "Nonsens" solle sich der Präsident verabschieden.

So kommentiert das Netz die Entlassung von Scaramucci

Scaramucci musste Ende Juli nur zehn Tage nach seiner Ernennung zum Kommunikationschef den Posten räumen. Kurz vorher machte der 53-Jährige mit äußerst unflätigen Äußerungen in einem Interview mit dem "New Yorker" über Bannon und Trumps ehemaligen Stabschef Reince Priebus von sich reden.

In Bezug darauf zeigte er sich in dem Interview vom Sonntag nur teilweise selbstkritisch: "Ich habe einen unerzwungenen Fehler begangen." Allerdings habe ihn der Artikel mit den Zitaten schlecht aussehen lassen. Er habe gedacht, seine Aussagen zu Priebus und Bannon seien vertraulich gewesen.

(dpa)
 
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