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Mindestens 180 Menschen getötet - erschossen und erhackt: Grausamer Überfall auf Flüchtlingslager in Burundi

zuletzt aktualisiert: 14.08.2004 - 12:52

Bujumbura (rpo). Angreifer haben ein Flüchtlingslager der Vereinten Nationen in Burundi überfallen und mindestens 150 Menschen getötet, soweit erste Regierungsangaben. Die Angreifer hätten ihre Opfer erschossen oder auf sie eingehackt.

Weitere 30 Menschen starben später im Krankenhaus, wie die Sprecherin der UN-Mission in Burundi, Isabelle Abric, bestätigte. Mindestens 70 weitere Verletzte würden noch im Krankenhaus behandelt. Die Angreifer hätten das Lager nahe der Grenze zum Kongo am Freitagabend in Brand gesteckt, teilten die örtlichen Behörden mit. Sie hätten ihre Opfer erschossen oder auf sie eingehackt.

In dem Lager lebten Banyamulenge-Tutsi, die aus der kongolesischen Unruheprovinz Süd-Kivu geflohen waren. Zu dem Angriff bekannte sich nach Angaben einer Sprecherin der UN-Mission für den Kongo eine burundische Rebellengruppe. Die UN untersuchten jedoch, ob der Angriff von Kämpfern eines kongolesischen Stammes unterstützt wurden, sagte Sprecherin Elisabeth Nabaa. Auch eine Beteiligung ruandischer Rebellen, die im Ostkongo operierten, werde geprüft. Das überfallene Lager in Gatumba lag nur 20 Kilometer von der kongolesischen Grenzstadt Uvira entfernt.

UN-Vertreter aus dem Kongo und Burundi hätten das Lager besucht, sagte Nabaa. "Es ist ein furchtbarer Anblick. Viele Menschen sind verbrannt, Familien, Kinder, Frauen und Männer", berichtete die UN-Sprecherin in einem Telefongespräch aus der kongolesischen Stadt Bukavu. Die Opfer seien offenbar im Schlaf überrascht worden. Der Überfall sei offenbar sorgfältig vorbereitet worden, die Angreifer seien schwer bewaffnet gewesen.

Quelle: ap

 
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