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Griechenland
Ministerin kassierte Mietzuschuss - entlassen

Griechenland: Ministerin Antonopoulou kassierte Mietzuschuss - entlassen
Der griechische Premierminister Alexis Tsipras. FOTO: afp
Athen. 12.000 Euro Mietzuschuss hat die stellvertretende griechische Arbeitsministerin Rania Antonopoulou für ijhre Wohnung kassiert - jetzt wurde sie entlassen.

Ministerpräsident Alexis Tsipras entließ Antonopoulou am Montag, wie sein Büro mitteilte. Die Vize-Ministerin hatte den Zuschuss genutzt, um die Miete für ihre Wohnung im vornehmen Athener Stadtteil Kolonaki bezahlen zu können.

Vor ihrer Entlassung hatte sich Antonopoulou entschuldigt und erklärt, sie sei bereit das Geld zurückzuzahlen. Dennoch forderten zahlreiche Oppositionspolitiker aber auch Funktionäre der regierenden Syriza-Partei einen härteren Umgang mit ihr, wie die griechische Presse berichtete.

"Unmoralisch"

Antonopoulou und ihr Mann, der griechische Wirtschaftsminister Dimitrios Papadimitriou, machten Gebrauch von einem Gesetz, das die Tsipras-Regierung 2015 verabschiedet hatte. Darin wird allen Abgeordneten und auch Ministern ein Mietzuschuss in Aussicht gestellt, damit sie in Athen eine Wohnung mieten können.  

Die Presse monierte, es sei unmoralisch, dass ein Minister in schwierigen Zeiten für viele Bürger Gebrauch von dieser Bestimmung macht. Die Griechen haben seit Ausbruch der schweren Finanzkrise im Jahr 2010 mehr als ein Viertel ihres Einkommens verloren. Fast jeder Dritte lebt an der Armutsgrenze.      

(csr/dpa)
 
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