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EU-Abkommen
Griechenland schiebt wieder Flüchtlinge in die Türkei ab

Athen. Erstmals nach dem Putschversuch in der Türkei hat Griechenland acht syrische Flüchtlinge zurück ins Nachbarland geschickt.

Die acht Männer seien an Bord eines Flugzeuges von der Insel Lesbos nach Adana in die Türkei gebracht worden. Das teilte die griechische Polizei mit. Die Abschiebung erfolgte demnach im Rahmen des Flüchtlingspaktes zwischen der EU und der Türkei. Aus Polizeikreisen hieß es, die zurückgeschickten Flüchtlinge seien freiwillig in die Türkei zurückgegangen und hätten ihren Asylantrag in Griechenland zurückgenommen.

Das Flüchtlingsabkommen mit der Türkei sieht vor, dass alle illegal in Griechenland eingereisten Flüchtlinge und anderen Migranten in die Türkei abgeschoben werden. Für jeden zurückgeschickten syrischen Flüchtling darf seit dem 4. April ein anderer Syrer aus der Türkei legal und direkt in die EU einreisen.

Bislang sind nach griechischen Polizeiangaben auf Grund dies EU-Türkei-Pakts 476 Menschen zurück in die Türkei geschickt worden. Das Asyl-Prüfungsverfahren zieht sich in die Länge. Viele Asylrichter zögern, Flüchtlinge zurück in die Türkei zu schicken.

(crwo/dpa)
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