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Keine vorgezogene Parlamentswahlen: Griechenland setzt seinen Sparkurs fort

zuletzt aktualisiert: 08.11.2010 - 15:53

Athen (RPO). Der griechische Regierungschef Giorgos Papandreou sieht sich nach den Kommunalwahlen in seinem radikalen Sparkurs bestätigt und schließt vorgezogene Parlamentswahlen aus. Damit sorgte er am Montag an den Finanzmärkten für Erleichterung: Die "Entwarnung" half dem griechischen Aktienmarkt, allen voran den Papieren der Banken.

 Foto: AFP, AFP
Foto: AFP, AFP

"Die Griechen haben uns vor einem Jahr gewählt und heute bestätigt, dass sie den Wandel wollen", sagte Papandreou am Sonntagabend. Papandreou hatte die Abstimmung zu einem Referendum über seinen Reformkurs umfunktioniert. Er brachte Neuwahlen ins Spiel, sollten seine Sozialisten in der ersten Wahlrunde kein klares Mandat bekommen.

Ersten Ergebnissen zufolge lag seine Partei PASOK in sieben von 13 Regionen vorn. Die Wahlbeteiligung war mit 60 Prozent gering. Zudem machten rund zehn Prozent derer, die sich zur Wahl aufmachten, ihre Stimmzettel ungültig. Angesichts des knappen Wahlausgangs in fast allen Regionen dürften vielerorts am nächsten Sonntag Stichwahlen stattfinden.

Papandreou will das hoch verschuldete Griechenland mit einem drakonischen Sparpaket aus der Krise führen. Die EU hat zusammen mit dem IWF ein 110 Milliarden Euro schweres Rettungspaket geschnürt, verbunden mit Auflagen zur Sanierung des Haushalts. Viele Bürger fühlten sich von ihrem Regierungschef allerdings unter Druck gesetzt. Vor einem Jahr lag die PASOK bei den Parlamentswahlen in allen 13 Regionen vorn.

An den Finanzmärkten sorgte die Absage an Neuwahlen für Erleichterung. "Das Worst-Case-Szenario ist vom Tisch, das beseitigt die Unsicherheit", sagte Analyst Theodore Krintas von der Attica Bank. Neuwahlen hätten für die Märkte große Unsicherheit bedeutet, sagte Ben May von Capital Economics. "Das Ergebnis wird von den Märkten positiv gesehen."

Quelle: RTR/csi

 
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