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Eine Woche vor Wahl in Griechenland
Syriza liegt in Umfragen nur noch hauchdünn vorn

Porträt: Alexis Tsipras - selbsternannter Retter Griechenlands
Porträt: Alexis Tsipras - selbsternannter Retter Griechenlands FOTO: dpa, sp ase tba
Athen. Eine Woche vor der Parlamentswahl in Griechenland ist der knappe Vorsprung der Syriza-Partei von Alexis Tsipras weiter zusammengeschmolzen: Vier am Sonntag veröffentlichte Erhebungen der Institute MRB, Kappa Research, Alca und RASS sehen die Linkspartei bei unter 26 Prozent der Stimmen – mit nur noch 0,3 bis 0,7 Prozentpunkten vor der konservativen Nea Dimokratia (ND) von Evangelos Meimarakis.

Das Institut Public Issue ermittelte im Auftrag der Syriza-nahen Zeitung "Avgi" gar einen Gleichstand von 31 Prozent. Der "Avgi"-Umfrage zufolge halten 40 Prozent der Befragten den zurückgetretenen Regierungschef Tsipras für am besten geeignet, das Land nach der Neuwahl zu regieren. Der ND-Vorsitzende Meimarakis folgt knapp dahinter mit 37 Prozent.

Die Neonazi-Partei Chryssi Avgi (Goldene Morgenröte) landete in den Umfragen bei 6,4 bis 7,0 Prozent der Stimmen. Die Partei wäre damit weiterhin drittstärkste Kraft im Parlament, obwohl Führungskader und Abgeordnete von Chrysi Avgi sich wegen Mordes und Bildung einer kriminellen Vereinigung vor Gericht verantworten müssen. Die Zahl der Unentschlossenen ist aber noch hoch. Bei MRB liegt sie bei 14,1 Prozent.

Tsipras war am 20. August zurückgetreten, nachdem sich der linke Flügel von Syriza aus Protest gegen den von Tsipras mit den Gläubigern vereinbarten Sparkurs abgespalten hatte. Der bisherige Energieministers Panagiotis Lafazanis gründete mit den Abtrünnigen die neue Partei Volkseinheit.

(AFP)
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