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Schuldenkrise
Griechenland will mit der Schweiz über Schwarzgeld verhandeln

Griechenland will mit Schweiz über Schwarzgeld reden
FOTO: dpa, jw pt
Genf. Mehr als eine Milliarde Euro horten griechische Staatsbürger auf Bankkonten in der Schweiz – der größte Teil davon unversteuert. Nun macht sich die griechische Regierung daran, auch diese potenzielle Geldquelle anzuzapfen.

Die griechische Regierung will mit der Schweiz über unversteuertes Geld auf Schweizer Bankkonten reden. Der für internationale Finanzfragen zuständige Staatssekretär Jacques de Watteville werde kommende Woche zu Gesprächen nach Athen reisen, sagte ein Sprecher des Finanzministeriums in Bern am Samstag. Es sind die ersten Gespräche über das griechische Schwarzgeld in der Schweiz seit dem Amtsantritt von Regierungschef Alexis Tsipras Ende Januar.

Wie die Schweizer Zeitung "Tages-Anzeiger" am Samstag berichtete, horten griechische Bürger insgesamt 1,5 Milliarden Franken (1,4 Milliarden Euro) auf Schweizer Bankkonten. Ein Teil dieser Gelder ist demnach unversteuert. Der Ministeriumssprecher wollte die in dem Bericht genannte Summe allerdings nicht bestätigen.

Schuldenkrise: Pressestimmen zu Athens Provokationen FOTO: qvist /Shutterstock.com/Retusche RPO

In den vergangenen Tagen war in Schweizer Medien darüber spekuliert worden, warum sich das vom Staatsbankrott bedrohte Griechenland nicht um die Schwarzgeldmillionen in der Schweiz kümmert. Zuletzt hatte Finanzministerin Eveline Widmer-Schlumpf im Februar 2014 mit ihrem damaligen griechischen Kollegen Giannis Stournaras über das Thema gesprochen. Am Freitag hatte Tsipras dann beim EU-Gipfel in Brüssel baldige Verhandlungen mit der Schweiz angekündigt, um über ein "Abkommen über die Gelder von Griechen in der Schweiz" zu reden.

Griechenland muss wegen seiner schweren Schuldenkrise um den Verbleib im Euro bangen. Die Euro-Länder sind bereit, Griechenland weiter zu helfen, aber nur, wenn sich das Land an die ausgehandelten Spar- und Reformzusagen hält. Weil die Verhandlungen stocken, ist Athen in akuter Finanznot.

(AFP)
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