Ab April: Großbritannien verbietet Flatrate-Partys
zuletzt aktualisiert: 19.01.2010 - 17:45London (RPO). Das Aus für Trinkspiele und Flatrate-Partys: Ab April untersagt die britische Regierung exzessiven Alkoholgenuss in den Pubs und Clubs des Landes. "Verantwortungslose" Alkoholangebote seien dann verboten, sagte Innenminister Alan Johnson am Dienstag in London.
Dies betreffe Flatrate-Partys mit unbegrenztem Trinken zum Festpreis ebenso wie Wettbewerbe im Kampftrinken. Zugleich sollen Wirte verpflichtet werden, Leitungswasser gratis anzubieten und auch kleinere Gläser Bier oder Wein auf die Karte zu setzen. Erlaubt seien aber weiterhin Happy Hours mit günstigeren Getränkepreisen sowie Sonderangebote für große Mengen Alkohol im Supermarkt.
Wenn Briten am Freitag- und Samstagabend ausgehen, arten die Feiern nicht selten in regelrechte Saufgelage aus. Den Behörden bereitet die Kultur des Kampftrinkens seit geraumer Zeit Sorge. Verbrechen und Ordnungswidrigkeiten im Zusammenhang mit Alkoholexzessen kosten den britischen Staat nach Angaben der Regierung jedes Jahr umgerechnet bis zu 14,7 Milliarden Euro.
"Dieses Verhalten hat einen echten Einfluss auf die Gesellschaft und nicht zuletzt auf die Leben derjenigen, die einfach nur angenehm ausgehen wollen", sagte Johnson. "Die Regierung und die Industrie stehen in der Pflicht, zu handeln."
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