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Brexit-Rechnung
Großbritannien will der EU offenbar 20 Milliarden Euro zahlen

Großbritannien will der EU offenbar 20 Milliarden Euro zahlen
Theresa May will sich zu der Summe in einer Brexit-Rede am Freitag äußern (Archivbild). FOTO: afp
London. Großbritannien ist offenbar bereit, beim Ausstieg aus der EU mindestens 20 Milliarden Euro zu zahlen. Die Austrittsrechnung gehört zu den zentralen Streitpunkten der Brexit-Verhandlungen.

Zur Begleichung finanzieller Forderungen sei Großbritannien bereit, der Europäischen Union 20 Millionen Euro zu zahlen, hieß es in einem Medienbericht. Darüber habe der EU-Berater von Premierministerin Theresa May Regierungsvertreter in mehreren Mitgliedstaaten informiert, schreibt die "Financial Times" in ihrer Online-Ausgabe. May werde die Summe in ihrer Grundsatzrede zum Brexit am Freitag bekannt geben.

Rechnung kann bis 100 Milliarden Euro betragen

Bislang hatte London sich nicht dazu geäußert, welche Summe es zur Begleichung seiner Schulden bei der EU zu zahlen bereit ist. Nach Angaben aus EU-Kreisen könnte die Austrittsrechnung bei zwischen 60 und 100 Milliarden Euro liegen.

Eine knappe Mehrheit der Briten hatte bei einem Referendum im Juni 2016 für den Austritt aus der EU votiert. Ende März löste May den Scheidungsprozess offiziell mit dem Austrittsantrag aus. Gemäß Artikel 50 des EU-Vertrages läuft damit eine auf zwei Jahre festgesetzte Frist für die Gespräche, der EU-Austritt ist für Ende März 2019 anvisiert.

Die Brexit-Verhandlungen zwischen Großbritannien und der EU brachten bislang keine konkreten Fortschritte. Zu den wichtigsten Streitpunkten gehören die Rechte der 3,2 Millionen EU-Bürger in Großbritannien, die finanziellen Forderungen an London und der Status der britischen Provinz Nordirland.

(juju/AFP)
 
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