Gesetzentwurf vorgelegt: Großbritannien will EU-Klimaziele übertreffen
zuletzt aktualisiert: 13.03.2007 - 13:32Berlin (RPO). Großbritannien hat sich noch ehrgeizigere Klimaziele gesetzt, als sie der EU-Gipfel in Brüssel festgelegt hat. Die britische Regierung will die Treibhausgase bis 2020 um 26 bis 32 Prozent reduzieren und legte am Dienstag einen entsprechenden Gesetzestext vor. Bis 2050 sollen in dem Land gar 60 Prozent weniger CO2-Emissionen in die Luft entweichen.
In dem Entwurf sind zudem Fünf-Jahres-Budgets für CO2 festgelegt, die den Ausstoß begrenzen sollen. "Der Zeitpunkt für die Einführung eines starken Regelwerkes zur Bekämpfung des Klimawandels ist genau richtig", sagte Umweltminister David Miliband.
Sollten die Abgeordneten den Entwurf billigen, würden auch die Möglichkeiten der Regierung ausgeweitet, den CO2-Ausstoß zu kontrollieren und schneller auf erhöhte Wert zu reagieren. Das Gesetz solle eine Vorbildfunktion haben und sei in seiner Art einzigartig, betonte Miliband. Es setze einen klaren, glaubwürdigen und langfristigen Rahmen für einen neuen Umgang mit den Treibhausgasen.
Beim EU-Gipfel in Brüssel war am Freitag vereinbart worden, die CO2-Emissionen bis 2020 um 20 Prozent zu senken und den Anteil der erneuerbaren Energien zu verdreifachen. Am Montag hatte der voraussichtlich nächste britische Premierminister Gordon Brown in einer Rede die internationalen Organisationen aufgefordert, die Umweltpolitik auf ihrer Agenda weiter nach oben setzen. Die künftige Regierung solle Bürgern und Unternehmen Anreize zum Energiesparen bieten, sagte der Finanzminister weiter.
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