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Radikales Umdenken: Grünen-Politiker fordert Drogen-Legalisierung

zuletzt aktualisiert: 08.11.2010 - 08:59

Frankfurt/Main (RPO). Angesichts der Drogenkriege in Mexiko und Guatemala fordert der Grünen-Politiker Tom Koenigs ein radikales Umdenken. Man solle alle Drogen legalisieren, sagte er.

Nur eine zügige, schrittweise und weltweite Entkriminalisierung des Drogenanbaus, -handels und -konsums könne diesen Krieg beenden, schrieb Koenigs in einem Beitrag für die "Frankfurter Rundschau" laut Vorabbericht. "Er ist durch militärisch, polizeilich und juristisch gestützte Repression nicht zu gewinnen", schrieb Koenigs.

Er schrieb, in den Drogenanbaustaaten würden die Regierungen durch die Drogenmafia korrumpiert. Nach Jahrzehnten erfolgloser Drogenpolitik sei radikales Umdenken nötig. Das Drogenverbot sichere der Drogenkriminalität lediglich die Gewinne. "Jede neue polizeiliche, militärische oder strafrechtliche Maßnahme vergrößert nur die Risikoprämien der Händler", argumentierte Koenigs.

Eine Gefahr für Deutschland sei eine radikal andere Drogenpolitik nicht, schrieb er. Eine Entkriminalisierung von Drogen in Deutschland werde nicht zu mehr, sondern zu weniger Drogenkonsum und Drogentoten führen. "Nachdem Portugal 2001 als erstes europäisches Land den Besitz aller Drogen entkriminalisiert hat, ist keines der von manchen Prohibitions-Apologeten alptraumhaften Zukunftsszenarios - ungezügelter Drogenkonsum oder Verfall Lissabons zum touristischen Drogenparadies - eingetreten", schrieb Koenigs.

Quelle: DDP/rm

 
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