Guantanamo: Häftling gesteht Anschlag auf US-Kriegsschiff
zuletzt aktualisiert: 19.03.2007 - 17:25Washington (RPO). Der in Guantanamo inhaftierte Jemenit Wali Mohammed Bin Attasch hat den Anschlag auf das amerikanische Kriegsschiff "USS Cole" nach Angaben des Pentagons gestanden.
Er habe für die Planung anderthalb Jahre gebraucht, erklärte Bin Attasch laut einer am Montag vom US-Verteidigungsministerium veröffentlichten Abschrift seiner Anhörung in dem US-Gefangenenlager auf Kuba. Er habe den Sprengstoff besorgt und Mitglieder der Gruppe angeworben, die dann ein mit dem Sprengstoff beladenes Boot in die Seite des US-Zerstörers gerammt habe. Bei dem Anschlag auf die "USS Cole" am 12. Oktober 2000 waren 17 US-Marinesoldaten getötet worden.
Laut Pentagon fand die Anhörung am 12. März vor einer Militärkommission statt, die über seinen Status als "feindlicher Kämpfer" befinden sollte. Dabei ließ sich Bin Attasch von einem Offizier vertreten. Dem Protokoll zufolge räumte er auch seine Verwicklung in die Selbstmordanschläge auf die US-Botschaften in Kenia und Tansania 1998 ein. In Nairobi waren damals 213 Menschen ums Leben gekommen, in Daressalam starben zwölf.
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