Bolivianischer Präsident: Hähnchen mit Pommes macht schwul
zuletzt aktualisiert: 23.04.2010 - 18:06Düsseldorf (RPO). Der bolivianische Präsident Evo Morales hat mit einem skurillen Auftritt beim alternativen Klimagipfel in Cochabamba für Aufsehen gesorgt. Morales erklärte, dass Hähnchen mit Pommes wegen Hormon- und Genbehandlungen homosexuell machen und zu Glatzenbildung führen. Auf Morales' Theorie gab es bereits erste Reaktionen.
Morales behauptet laut mehrerer südamerikanischer Medien, das Geflügelfleisch sei mit weiblichen Hormonen behandelt worden und der Verzehr mache schwul. Zudem führe der Verzehr von Genkartoffeln zu Haarausfall.
Damit löste Morales in Brasilien heiße Diskussionen auf. In Brasilien, weltweit größter Exporteur von Hähnchenfleisch, gab es böse Reaktionen. "Herr Morales zeigt damit seine Unkenntnis über dieses wichtige tierische Protein, das nicht wegzudenken ist vom Tisch aller Völker, besonders der weniger begünstigten Bevölkerungsschichten, die der bolivianische Präsident sagt zu verteidigen", kritisierte Francisco Turra, Präsident des brasilianischen Hähnchenverbandes (ABEF), in Sao Paulo.
Die ABEF weist die Aussagen des Politikers entschieden zurück. Es sei nur ein Mythos, dass Hähnchenfleisch mit Hormonen behandelt werde. Brasilien beliefere weltweit 153 Märkte, darunter die EU, den Nahen Osten, Asien und Afrika und auch Südamerika. "Venezuela zum Beispiel ist heute ein großer Hähnchenfleisch-Abnehmer, und von dort kamen noch nie solche Äußerungen wie von Herrn Morales."
Neben seiner Hähnchen-Theorie kritisierte Morales auch Coca Cola: Das Getränk sein nicht zum Verzehr geeignet, höchstens zum Reinigen verstopfter Abflussrohre.
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