Tödlich verunglückt: Haider prallte gegen Betonpfeiler
zuletzt aktualisiert: 11.10.2008 - 12:43Klagenfurt (RPO). Der österreichische Rechts-Politiker Jörg Haider ist tödlich bei einem Verkehrsunfall verunglückt. Die Polizei versucht das Unglück zu rekonstruieren. Erste Erkenntnis: Haider war nach einem Überholvorgang ins Schleudern geraten und gegen einen Betonpfeiler geprallt. Die Spuren des Unfalls ziehen sich über 150 Meter. Er fuhr deutlich zu schnell.
Dabei habe der Kärntner Landeshauptmann mehrere schwere Verletzungen erlitten, sagte der Klagenfurter Polizeidirektor Ernst Friessnegger laut einem Bericht der Nachrichtenagentur APA auf einer Pressekonferenz. Ersten Erkenntnissen zufolge fuhr der umstrittene Rechtspolitiker deutlich schneller als die am Ort des Unfalls erlaubten 70 Stundenkilometer.
Der Wagen des 58-Jährigen sei außer gegen den Betonpfeiler auch gegen Verkehrsschilder, eine Hecke und einen Hydranten geprellt und habe sich mehrfach überschlagen, teilte die Polizei APA zufolge mit. Die Spuren des Unfalls ziehen sich demnach über rund 150 Meter. Der Wagen wurde von der Staatsanwaltschaft beschlagnahmt. Die Untersuchungen sollten am Nachmittag beendet werden.
Bei Eintreffen einer Notärztin am Unfallort habe es noch eine kleine Chance auf ein Überleben Haiders gegeben, sagte der medizinische Direktor des Landeskrankenhauses Klagenfurt, Thomas Koperna, dem APA-Bericht zufolge. Der Politiker sei jedoch auf dem Weg ins Krankenhaus gestorben.
Nach Angaben der Notärztin war Haider angeschnallt und hatte schwere Verletzungen an Kopf und Brust. "Weiters dürfte die Wirbelsäule gebrochen gewesen sein, zudem war der linke Arm fast völlig abgetrennt", sagte Koperna laut APA.
Politiker reagierten mit Bestürzung. Bundespräsident Heinz Fischer zeigte sich in einer ersten Stellungnahme "tief betroffen". Haiders Pressesprecher und Stellvertreter als BZÖ-Chef, Stefan Petzner, erklärte: "Für uns ist das wie ein Weltuntergang". Der scheidende Bundeskanzler Alfred Gusenbauer zeigte sich ebenfalls "sehr betroffen" und drückte der Familie Haiders sein Mitgefühl aus.
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