Paisley und McGuinness zuversichtlich: Hain: Regierungsbildung in Nordirland ist ein Neubeginn
zuletzt aktualisiert: 08.05.2007 - 11:32Belfast (RPO). "Jetzt gibt es wirklich keinen Weg mehr zurück", sagte der britische Nordirland-Minister Peter Hain am Dienstag in Belfast. Er würdigte die Regierungsbildung in Nordirland als "Neubeginn" für die britische Provinz. Die neue Gesetzeslage erlaube es London künftig nicht mehr, die nordirische Regierung wieder aufzulösen, wie dies in der Vergangenheit geschehen war.
Der Vorsitzende der protestantischen Unionisten-Partei (DUP), Ian Paisley, soll am Dienstag zum nordirischen Regierungschef ernannt werden, das Ex-Mitglied der irischen Untergrundbewegung IRA, Martin McGuinness von der katholischen Partei Sinn Fein, zu seinem Vize.
Paisley und McGuinness trafen kurz vor neun Uhr Ortszeit im nordirischen Parlament ein. Die Vereidigung soll noch vormittags geschehen. Der DUP-Führer zeigte sich bei seiner Ankunft optimistisch: "Das ist ein besonderer Tag, wir brechen von neuem auf", sagte er. Auch McGuinness zeigte sich zuversichtlich: "Ich bin immer zuversichtlicher, dass das funktionieren wird. Meine Arbeitserfahrung mit Ian Paisley ist sehr gut."
An der Vereidigungszeremonie sollten auch der britische Premierminister Tony Blair und sein irischer Kollege Bertie Ahern teilnehmen. Hain sagte dem britischen Rundfunksender BBC, Paisley und McGuinness verständen sich gut: "Die Chemie zwischen ihnen stimmt", sagte er: "Auch das macht mich optimistisch."
Bereits nach dem Karfreitagsabkommen von 1998 hatten Protestanten und Katholiken in Nordirland eine gemeinsame Regionalregierung gebildet, die allerdings im Jahr 2002 wieder aufgelöst wurde. Seitdem stand die Provinz unter direkter Verwaltung Großbritanniens.
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