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Gespräche aufnehmen: Hamas: Ende der Intifada möglich

zuletzt aktualisiert: 02.12.2004 - 20:25

Gaza/Jerusalem (rpo). Ein Ende der Intifada sei möglich. Die Verhandlungen mit der palästinensischen Fatah-Bewegung über ein Ende der Anschläge gegen Israel könnten kommende Woche beginnen. Das sagte Mahmud Sahar, ein Hamas-Führer im Gazastreifen.

"Wenn die Israelis ihre Angriffe gegen unser Volk einstellen, können wir ein endgültiges Abkommen erreichen." Der israelische Ministerpräsident Ariel Scharon sagte zuvor vor Journalisten, Israel werde Militäraktionen in den palästinensischen Gebieten einstellen, sollte die Ruhe von Dauer sein.

Sahars Äußerungen folgten auf ein Treffen mit PLO-Chef Mahmud Abbas in Gaza-Stadt. Die Hamas hat ihre Anhänger zum Boykott der Präsidentschaftswahl am 9. Januar aufgerufen. Während des Treffens mit Abbas signalisierte Sahar indes seine Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit der neuen palästinensischen Führung, wie aus Teilnehmerkreisen verlautete.

Nach dem Auseinanderbrechen seiner bisherigen Koalition will der israelische Ministerpräsident Verhandlungen mit der Arbeitspartei und ultra-orthodoxen Gruppierungen aufnehmen. Es gebe keine andere Möglichkeit, als das Regierungsbündnis zu erweitern, sagte Scharon. Die säkulare Schinui-Partei hatte am Mittwoch im israelischen Parlament gegen den Haushaltsentwurf der Regierung gestimmt und wurde daraufhin von Scharon aus der Koalition ausgeschlossen.

Hafterleichterungen für den palästinensischen Politiker Marwan Barghuti, der am Mittwoch seine Kandidatur für die Präsidentenwahl in den Autonomiegebieten eingereicht hatte, schloss Scharon unterdessen aus. Barghuti müsse seinen Wahlkampf "gemäß den Bedingungen des Gefängnisses, in dem er sitzt" führen. Barghuti verbüßt in Israel fünf lebenslange Haftstrafen für Anschläge, bei denen vier Israelis und ein griechischer Mönch ums Leben kamen. Er selbst hat eine Beteiligung an den Taten bestritten.

Die Bewerbung Barghutis um das palästinensische Präsidentenamt stößt bei seiner eigenen Partei, der regierenden Fatah-Bewegung, auf Ablehnung. Offizieller Kandidat der Fatah ist Abbas, der Nachfolger Jassir Arafats an der Spitze der PLO. Mit seiner Gegenkandidatur habe Barghuti "seine Fatah-Zugehörigkeit Preis gegeben", sagte der Sprecher des Zentralkomitees der Bewegung, Tajeb Abdel Rahim.

Quelle: ap

 
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