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Handelspolitik
Putin rechnet nicht mit radikaler Trump-Wende

Handelspolitik: Putin rechnet nicht mir radikaler Trump-Wende
Präsident Putin: "Es gibt einen großen Unterschied zwischen der Rhetorik im Wahlkampf und der Realpolitik." FOTO: dpa, sc cs
Lima. Trotz aller Ankündigungen von Donald Trump, rechnet der russische Präsident Wladimir Putin nicht mit einem kompletten Ende der liberalen US-Handelspolitik unter dem künftigen US-Präsidenten.

"Es gibt einen großen Unterschied zwischen der Rhetorik im Wahlkampf und der Realpolitik, das ist in jedem Land der Welt so", sagte Putin am Sonntagabend (Ortszeit) in einer Pressekonferenz zum Abschluss des Asien-Pazifik-Gipfels in Lima. "Und wenn Herr Trump erklärt, dass er Firmen in die USA zurückholen will, um damit in seinem Land Arbeitsplätze zu sichern, was gibt es Schlechtes dabei?" fragte Putin.

Beim Gipfel gab es große Sorgen, dass Trump Freihandelsabkommen wie die von seinem Vorgänger Barack Obama ausgehandelte Transpazifische Partnerschaft TPP beerdigen könnte.

Barack Obama empfängt Donald Trump im Weißen Haus FOTO: rtr, KL/gk

Zudem drohte er im Wahlkampf China mit hohen Strafzöllen und schlug protektionistische Töne an. Sich als Verlierer der Globalisierung fühlende Amerikaner aus früheren Industriezentren hatten in hohem Maße Trump gewählt, der Freihandelsabkommen für Jobverluste verantwortlich macht. 

Putin bekräftigte, dass Trump auf "eine Normalisierung der Beziehungen" zu Russland setze. Aber noch sei kein Termin für ein Treffen der beiden vereinbart worden.

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Trump hatte im Wahlkampf Putins Führungsstärke gelobt, Putin gehörte unter den Staatschefs zu einem der ersten Gratulanten. Mit dem scheidenden Präsidenten Barack Obama hatte Putin ein schwieriges Verhältnis, wegen der Ukraine- und Syrien-Krise hatte es sich weiter verschlechtert. 

(dpa)
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