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Dänemark: Hetze mit gefälschten Karikaturen

VON ANDRÉ ANWAR - zuletzt aktualisiert: 08.02.2006 - 10:00

Kopenhagen (RP). Die Stimmung im kleinen, 5,4 Millionen Einwohner zählenden dänischen Königreich ist mehr als angespannt. Anders als etwa Amerikaner sind es die Dänen nicht gewöhnt, den Hass der islamischen Welt so deutlich zu spüren. Viele wundern sich, wie es überhaupt so schnell möglich war, in den muslimischen Ländern so schnell an so viele dänische Flaggen zu kommen. Zeitungen mutmaßen, dass radikale, in Dänemark wohnende, Moslems den weltweiten Protest mit Nationalflaggen für die Verbrennungen versorgt haben.

Dies wirkt nach dem Geständnis von Akhmad Akkari, Sprecher von 21 muslimischen Organisationen in Dänemark, besonders glaubhaft. Akkari hat bestätigt, dass dänisch-muslimische Organisationen Ende vergangenen Jahres die Stimmung im Nahen Osten mit gefälschten Karikaturen angeheizt haben.

„Um einen Einblick in die hasserfüllte Stimmung gegen Muslime in Dänemark“ zu geben, habe man den zwölf ursprünglichen Zeichnungen, die „Jyllands-Posten“ Ende September 2005 gedruckt hatte, einfach drei weitere hinzugefügt, sagte Akkari gegenüber dem „Brussels Journal“, einer Vereinigung europäischer Journalisten.

Blanke Lügen via CNN

Besonders offenbar wurde die Lügenkampagne bei einer Diskussionsrunde auf CNN: „Wie können Sie nur den Propheten als Schwein abbilden?“, fragte ein arabischer Journalist via Satellit einen aus Dänemark zugeschalteten Redakteur der „Jyllands-Posten“. Völlig überrascht antwortete dieser: „Das haben wir doch gar nicht getan. Wie können Sie nur das Gegenteil behaupten?“

Als bestätigt gilt, dass extreme islamische Gruppen in Dänemark, vor ihrer Kampagnenreise eine 43-seitige Info-Broschüre zusammengestellt hatten, um hohe gesellschaftliche und religiöse Vertreter arabischer Länder über die „Hasskultur der Dänen“ aufzuklären. Enthalten waren die drei zusätzlichen Karikaturen. Und sie wurden „Jyllands-Posten“ zugeschrieben.

Die drei hinzugefügten - und zum Teil unter Hinweis auf „Jyllands-Posten“ in arabischen Medien nachgedruckten - Karikaturen sind um einiges provozierender als die zwölf veröffentlichten.

In einer dieser Zeichnungen wird Mohammed als pädophil dargestellt, in einer anderen mit einer Schweineschnauze in ein Mikrofon singend, und in der schlimmsten Karikatur wird er beim Gebet auf dem Boden kniend von einem Hund bestiegen.

Über den Ursprung dieser drei Karikaturen, weiß Akhmad Akkari nach eigenen Angaben nichts. Nun stellt man sich in Dänemark die Frage, ob diese Zeichnungen nicht vielleicht von provokationswilligen Islamisten stammen. Fest steht, dass einige Imame wider besseres Wissen gegenüber ausländischen Medien die Mär verbreitet haben, dänische Medien würden „täglich Bilder und Artikel drucken“, die noch viel schlimmer seien als die zwölf umstrittenen Zeichnungen.

Quelle: alfa

 
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