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G-8-Treffen in Kanada
Hilfsprogramm für afghanisch-pakistanische Grenzregion

G-8-Treffen in Kanada: Hilfsprogramm für afghanisch-pakistanische Grenzregion
Der kanadische Außenminister Lawrence Cannon und sein französischer Kollege Bernard Kouchner bei dem Treffen. FOTO: AFP, AFP
Gatineau (RPO). Im Kampf gegen den Terrorismus haben sich die Außenminister der G-8-Staaten auf ein wirtschaftliches Hilfsprogramm für das Grenzgebiet zwischen Afghanistan und Pakistan verständigt.

"Stabilität in dieser Region ist entscheidend für die globale Sicherheit", sagte der kanadische Außenminister Lawrence Cannon am Montag (Ortszeit) beim Treffen der Chefdiplomaten der sieben führenden Industriestaaten und Russlands im kanadischen Gatineau. Durch Investitionen in die Infrastruktur solle die Wirtschaft in den verarmten Gebieten belebt werden.

Der Plan sei gemeinsam mit den Regierungen Afghanistans und Pakistans, der Weltbank sowie der Asiatischen Entwicklungsbank ausgearbeitet worden, sagte Cannon. Die unzugängliche Bergregion zwischen Afghanistan und Pakistan gilt als Rückzugsgebiet islamistischer Terroristen und der radikalislamischen Taliban. Geheimdienste vermuten hier auch Al-Qaida-Führer Osama bin Laden.

Die Außenminister werden zudem die internationale Gemeinschaft auffordern, mit "angemessenen und starken Schritten" auf das iranische Atomprogramm zu reagieren. Im Entwurf des Abschlussdokuments unterstreichen die G8-Minister zugleich ihre anhaltende Bereitschaft zum Dialog mit dem Iran. Das Treffen der Minister in Kanada endet am Dienstag.

Die internationale Gemeinschaft verdächtigt den Iran, heimlich Atomwaffen zu bauen. Die Regierung in Teheran bestreitet dies, lässt aber auch die notwendige Transparenz ihres Atomprogramms vermissen. Der Westen dringt daher auf zusätzliche Sanktionen gegen den Iran.

Der Kampf gegen den Terrorismus ist eines der Hauptthemen des zweitägigen G-8-Treffens, zu dem auch Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) anreiste. Die Selbstmordanschläge auf die Moskauer U-Bahn mit mindestens 38 Toten am Montag rückten das Thema kurz vor Beginn des Treffens noch einmal in den Mittelpunkt. Außerdem standen die Abrüstungspolitik sowie das umstrittene iranische Atomprogramm auf der Tagesordnung. Zu den G-8 zählen neben Deutschland und Kanada, die USA, Russland, Frankreich, Italien, Großbritannien und Japan.

(AFP/RTR/das)
 
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