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Buch über US-Wahlkampf
Hillary Clinton charakterisiert Trump als "Widerling"

Hillary Clinton charakterisiert Donald Trump als "Widerling"
Hillary Clinton und Donald Trump bei einer TV-Debatte. FOTO: afp
Washington. In ihrem Buch über den US-Wahlkampf rechnet Hillary Clinton scharf mit Donald Trump ab. Die ehemalige First Lady plagt das Gefühl, die US-Bevölkerung im Stich gelassen zu haben.

Trump sei ein "Widerling", schreibt die gescheiterte Präsidentschaftskandidatin laut Vorabauszügen vom Mittwoch in ihrem Buch "What Happened". Detailreich beschreibt die Demokratin eine unbehagliche Situation auf der Bühne eines TV-Duells.

Clinton fühlte sich von Trump verfolgt

"Donald Trump lauerte hinter mir", las Clinton aus ihrem Werk. "Zwei Tage vorher hörte ihn die Welt darüber prahlen, wie er Frauen begrapscht hatte", heißt es weiter. "Jetzt waren wir auf einer kleinen Bühne und wo auch immer ich hinging, er folgte auf Schritt und Tritt, er starrte mich an, machte Grimassen. Es war unglaublich unangenehm."

In den Auszügen, die der Sender MSNBC veröffentlichte, beschrieb Clinton ihr inneres Ringen um die richtige Reaktion: "Was würdest du tun? Bleibst du ruhig, lächelst weiter und machst weiter, als ob er nicht wiederholt in deine Sphäre eindringen würde? Oder drehst du dich um, siehst ihm in die Augen und sagst laut und deutlich: 'Zurück mit dir, du Widerling, weg von mir.'"

"Damit muss ich für den Rest meines Lebens zurechtkommen"

In dem Buch über ihren gescheiterten Wahlkampf im vergangenen Jahr beschreibt die ehemalige First Lady auch ihr Gefühl, die US-Bevölkerung mit ihrer Niederlage im Stich gelassen zu haben: "An jedem Tag als Kandidatin wusste ich, dass Millionen Menschen auf mich zählten und konnte den Gedanken nicht ertragen, sie im Stich zu lassen. Aber ich tat es." Und sie fügte hinzu: "Ich habe es nicht hingekriegt. Und damit muss ich für den Rest meines Lebens zurechtkommen."

Clinton wolle mit dem Buch nicht den Anspruch erfüllen, einen vollständigen Bericht über den Wahlkampf 2016 abzuliefern. Sie wolle lediglich den Vorhang lüften und einen Einblick gewähren in die Geschehnisse von damals.

(veke/AFP)
 
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